Elektroauto

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    • Ich wollte mal so hören was ihr über E-Autos denkt.

      Sie sind wohl die Zukunft aber eben nicht so schnell wie von der Kanzlerin erhofft (1 Million E-Autos).
      Woran liegts?


      Ich selber habe mal kurz darüber nachgedacht aber der Preis ist schon fordernd. Zumal ich Familie habe und dafür habe ich kein Auto gefunden, ein Kombi muss es sein besser sogar ein Van.
      Zum Vergleich, ich habe einen neuen Diesel Van von Ssangyong "Rodius" für 28.000 Euro gekauft, mit ziemlich viel Schnick Schnack (ein echter 7 Sitzer). Für das Geld bekomme ich gerade mal einen VW Up E in Basis Version.
    • Von der Kanzlerin erhofft? Der ist das herzlich egal, sie muss eben irgendetwas sagen, was nicht "Verbrennungsmotor Ahoi" lautet, um das Gesicht zu wahren. Ihre tatsächliche Einstellung sieht man an ihrem Handeln. VW kam ungeschoren davon, Diesel verpestet die Städte. Die Abwrackprämie ging damals sehr schnell, etwas vergleichbares mit der Bedingung, dass der Nachfolgewagen elektrisch ist, wäre genauso möglich, aber da kommt nichts. Die Regierung ist die Marionette der Autoindustrie, und die will Verbrennung, besonders Diesel. Darum sind auch die Preise der E-Autos so hoch, damit sie abschrecken, was ausgezeichnet funktioniert.
    • E-Autos haben ihren Auspuff nicht an der Karosserie, sondern am Braunkohlekraftwerk. Davon, daß für die Akkus dann mehr Cobalt aus dem Kongo importiert werden darf, ganz zu schweigen.
      Die Zukunft gehört den Massentransportmitteln, gerade im Zuge fortschreitender Urbanisierung, nur scheint man in Deutschland den Schuß noch nicht gehört zu haben.
      Meiner Ansicht nach gibt es keinen gesunden Patriotismus. Im Gegenteil - Patriotismus scheint mir immer ein Zeichen von Idiotie zu sein. Es gibt also nur kranken Patriotismus. "Gesunder Patriotismus" klingt für mich ein bißchen wie "gutartiger Tumor"; es ist vielleicht nicht direkt lebensgefährlich, aber es ist immer noch ein Tumor.
      - das Känguru
    • ballet de la nuit schrieb:

      E-Autos haben ihren Auspuff nicht an der Karosserie, sondern am Braunkohlekraftwerk.
      Naja, das ist nur eine Frage der Zeit, der Alternativ Strom ist doch stark am kommen. Erst müssen die Netze liefern können.


      ballet de la nuit schrieb:

      Die Zukunft gehört den Massentransportmitteln, gerade im Zuge fortschreitender Urbanisierung, nur scheint man in Deutschland den Schuß noch nicht gehört zu haben.
      Ich vermute du wohnst in der Stadt? Deutschland hat Gott sei Dank keine Millionenmoloche sondern ist verteilt. In den Städten klappt es ja ganz gut, da reicht auch eine kleine Klitsche als Wagen. In meiner Studienzeit habe ich gar kein Auto gebraucht.
      Wie gesagt, mit Kindern wird es schwierig und wenns in den Urlaub geht ist das E-Auto eh erledigt. Ich habe keine Lust alle Nase lang 1 Stunde Zwangspause einzulegen um zu "Tanken". Da muss eine bessere Lösung her. Weiterhin, sehe ich das Problem an Tankstellen, gerade in der Urlaubszeit sind die Autobahntankstellen voll, wie soll das mit der Handvoll Ladesäulen gehen, wenn jede 1 Stunde braucht?


      Konakona schrieb:

      Von der Kanzlerin erhofft?
      Och ich glaube ihr schon, dass sie Hoffnung hatte. Leider hat die deutsche Industrie es wie beim Hybrid verpasst, nach Vorne zu gehen. Da hat sie halt auf die Bremse gedrückt um die Industrie zu schonen, das kann noch schwer nach Hinten losgehen.

      Konakona schrieb:

      Diesel verpestet die Städte
      Ja, LKW's wird es aber noch ne ganze Weile geben. 40 Tonnen, werden so schnell nicht mit E-Motoren transportierbar sein. Die Post macht mit ihren E-Autos einen vernünftigen Anfang um Transport innerhalb der Stadt zu entgiften. Was auch nötig ist, dank Amazon und Co werden noch nie soviele Sachen per LKW transportiert.
    • Rahnaya schrieb:

      Naja, das ist nur eine Frage der Zeit, der Alternativ Strom ist doch stark am kommen. Erst müssen die Netze liefern können.
      Ändert halt auch niks daran, daß das Elektroauto in urbanen Räumen nur im Stau stehen wird. Bei guter Auslastung wird das Auto auch unterm energetischen Gesichtspunkt nie mit dem Zug mithalten, auch jetzt schon verbrauchen Züge weniger als Autos pro Passagier. Und selbst Ökostrom heißt: Landschaften voll mit Windrädern. Auch Umweltschützer werden dir bestätigen, daß eine Windanlage per se kein Segen ist.


      Frankfurter Allgemeine schrieb:

      beträgt der durchschnittliche Primärenergieverbrauch im Fernverkehr auf der Schiene mehr als 3,9 Liter Benzin pro Person auf 100 Kilometer Reiseweg. Gewiss, der Pkw mit seinen 5,2 Litern liegt schlechter


      Rahnaya schrieb:

      Ich habe keine Lust alle Nase lang 1 Stunde Zwangspause einzulegen um zu "Tanken". Da muss eine bessere Lösung her.



      Rahnaya schrieb:

      Ich vermute du wohnst in der Stadt? Deutschland hat Gott sei Dank keine Millionenmoloche sondern ist verteilt.
      Und bekanntermaßen stirbt das Land und mit ihm auch das "Problem".
      Meiner Ansicht nach gibt es keinen gesunden Patriotismus. Im Gegenteil - Patriotismus scheint mir immer ein Zeichen von Idiotie zu sein. Es gibt also nur kranken Patriotismus. "Gesunder Patriotismus" klingt für mich ein bißchen wie "gutartiger Tumor"; es ist vielleicht nicht direkt lebensgefährlich, aber es ist immer noch ein Tumor.
      - das Känguru
    • Ich denke nicht, dass E-Autos kurz- oder mittelfristig wirklich Sinn machen. Die Infrastruktur für Ladestellen ist immer noch viel zu schlecht, der zusätzliche Strom müsste erstmal mit dreckigen Kraftwerken gedeckt werden, sodass die für die Umwelt doch nicht besser werden, die Reichweite ist oft zu gering, die Herstellung für die Akkus ist viel zu teuer (zumal, die auch Bauteile brauchen, die in der Zukunft das weitaus seltenere und teurere Material sein werden als Benzin) und wenn man die Autokonzerne zu E-Autos zwingen will wandern sie vermutlich ab und bauen ihre Karren halt woanders. Ich denke es wäre besser die Benzin-Synthese auszubauen (bei der CO2 umgewandelt wird, von daher wäre das umweltfreundlicher als Öl ausm Boden zu pumpen), effektive Kontrollen für die Abgaswerte von Motoren einzuführen, damit die Hersteller diese auch wirklich optimieren und zusehen, dass man so viel Güterverkehr wie möglich von den LKWs wegbekommt auf z.B. die Bahn oder was da noch geht. Und ÖPNV besser und attraktiver machen. Das Auto ist in unnötig vielen Situationen einfach die bessere Option.

      Good Luck, Ebola-chan.
    • Rippuvan schrieb:

      Ich denke es wäre besser die Benzin-Synthese auszubauen (bei der CO2 umgewandelt wird, von daher wäre das umweltfreundlicher als Öl ausm Boden zu pumpen),
      An Synthesewegen kenne ich nur die Kohleverflüssigung und die Synthese aus Zuckerrohr ("Bio"-Benzin). Ersteres basiert immer noch auf fossilen Brennstoffen, zweiteres ist Mitverursacher der Regenwaldabholzung in Brasilien zugunsten von Monokulturen. Das Feinstaubproblem bleibt weiterhin. Für die verbliebenen Bauern auf dem Land ist "Bio"-Sprit sicherlich eine langfristige Lösung, aber für die breite Masse wohl keine allzu gute Idee.
      Meiner Ansicht nach gibt es keinen gesunden Patriotismus. Im Gegenteil - Patriotismus scheint mir immer ein Zeichen von Idiotie zu sein. Es gibt also nur kranken Patriotismus. "Gesunder Patriotismus" klingt für mich ein bißchen wie "gutartiger Tumor"; es ist vielleicht nicht direkt lebensgefährlich, aber es ist immer noch ein Tumor.
      - das Känguru
    • Die Zukunft ist nicht das E-Auto - sondern der Öffentliche Nahverkehr. Nicht nur für die Stadt, sondern auch für die "Speckgürtel" der Städte. Denn darauf läuft es sowieso hinaus. Kleine "abgeschiedene" Dörfer sterben eh aus und die umliegenden Gemeinden von Städten und Großstädten sind immer besser angebunden und vernetzt. Da muss man dann nicht einmal mehr zwangsläufig das Auto haben. Ist halt bequemer.

      Aber man hört halt den Schuss nicht und investiert schlicht in die falsche Richtung. Einfach weil die Autolobby in Deutschland extrem riesig ist. Es ist also wirtschaftlich (~1 Mio. Beschäftigte) schon nachvollziehbar, dass man die nicht komplett vergraulen will.

      Kurz: Ich halt vom E-Auto nichts. Man hätte jetzt die Chance sowohl die Ökobilanz aufzuwerten, als auch die Städte leerer zu bekommen, indem man das Geld einfach in den Nahverkehr investiert.

    • Der öffentliche Nahverkehr hat leider keine gute Anbindung nach bspw. Norwegen. Was also machen, wenn man mal ein Wochenende nach Norwegen fahren will? (Allgemein ist der öffentliche Nahverkehr ziemlich beschissen. Ich für meinen Teil laufe lieber zu Fuß überall hin.)

      Ich sehe übrigens die Zukunft gerade in den Dörfern. Städte sind doof. Das Internetproblem ist lösbar und irgendwann können die meisten dann eh von zu Hause aus arbeiten.
    • Elektroautos werden irgendwann die Verbrenner verdrängen, das halte ich für ziemlich unausweichlich. Bisher sind die Reichweiten zu niedrig und die Batteriepreise zu hoch, aber wenn man sich die Statistiken der letzten Jahre anschaut und ein bisschen extrapoliert, werden E-Autos mit ziemlicher Sicherheit irgendwann im nächsten Jahrzehnt konkurrenzfähig oder sogar billiger werden als Verbrenner. Elektroautos zu bauen ist ansonsten nämlich kein Hexenwerk, im Gegenteil. Wenn es die Deutschen nicht machen, werden wir dann halt chinesische Autos kaufen.

      Sie haben viel weniger bewegliche Einzelteile und sind dadurch wartungs- und verschleißärmer. Die Fahreigenschaften sind besser. Die Innenstädte verpesten/beschallen sie auch nicht und je grüner der Strommix wird, desto sauberer werden sie im Vergleich zu Verbrennern. Bezüglich der mangelhaften Ladeinfrastruktur: Das ist eben so ein Henne-Ei-Problem, aber sobald die Geschichte mal Fahrt aufnimmt wird sich das meiner Meinung nach schon von alleine regeln. Elektroautos haben bereits so ein Momentum und Strom ist einfach so eine neutrale/allgegenwärtige Energiequelle, dass ich nicht glaube, dass "alternative alternative" Motorenkonzepte noch das Rennen machen werden.

      Was die Zukunft des Personenverkehrs angeht, sehe ich das folgendermaßen: In spätestens 20-30 Jahren werden wir Level-5-autonome Fahrzeuge haben. Sobald das der Fall ist, wird ein großer Teil der Bevölkerung kein eigenes Auto mehr besitzen, sondern kommt mit einer Art autonomem On-Demand-Taxiservice günstiger (da die Fixkosten dominieren und Autos 95% der Zeit nur rumstehen), ohne dass es größere Komforteinbußen im Vergleich zum Autobesitz geben wird. Allein mit ÖPNV wird das Bedürfnis nach Individualverkehr nicht zu befriedigen sein, selbst wenn man massiv investiert und das aktuelle Niveau verzehnfacht.
    • Konakona schrieb:

      Die Regierung ist die Marionette der Autoindustrie, und die will Verbrennung, besonders Diesel. Darum sind auch die Preise der E-Autos so hoch, damit sie abschrecken, was ausgezeichnet funktioniert.
      Die Preise für E-Autos bestimmt nicht die Regierung. Die kann allenfalls subventionieren. Zur Zeit gibt es 3.000€ beim Kauf eines E-Autos von Staat drauf. Klar, könnte mehr sein, aber es sind schon mal 3.000€ mehr als bei normalen Autos.

      Rippuvan schrieb:

      Ich denke nicht, dass E-Autos kurz- oder mittelfristig wirklich Sinn machen. Die Infrastruktur für Ladestellen ist immer noch viel zu schlecht, der zusätzliche Strom müsste erstmal mit dreckigen Kraftwerken gedeckt werden, sodass die für die Umwelt doch nicht besser werden, die Reichweite ist oft zu gering, die Herstellung für die Akkus ist viel zu teuer...
      Ich habe mir einen Tesla bestellt. 350km Reichweite in der Grundversion sind für mich völlig ausreichend, und das Netz an Superchargern ist auf den Strecken, auf denen ich unterwegs bin, ebenfalls sehr gut.
      Von der Umweltbilanz sollte ich bei meinem Fahrprofil schon mit dem heutigen Strommix nach 2,5 bis 3 Jahren im positiven Bereich sein - bei mehr erneuerbarem Strom entsprechend schneller - und bei den Kosten sollte der leicht höhere Preis gegenüber einem Benziner auch nach ein paar Jahren duch die gesparten Sprit- und Reparaturkosten reingeholt sein.
      Was natürlich sinnvoll ist, ist eine Möglichkeit das Auto zu Hause an den Strom anschließen zu können. Die hab ich aber zum Glück.
      Sore wa himitsu desu.
    • Würde ich ein Auto kaufen (und hätte das nötige Geld), wäre es am liebsten für mich ein elektro Auto. Die Umwelt ist mir dabei relativ egal. Eher einfach weil mir die Technik dahinter gefällt und es recht leise ist. Find ich angenehm.
    • Gut. Am "Sprit" mag man dank "Subvention" noch sparen. Ob das langfristig wirklich kostenlos bleiben wird, sein Auto aufzuladen, muss man abwarten. Reparaturkosten hat man doch trotzdem. Klar. Ein Verbrennungsmotor hat mehr bewegliche Teile. Aber Elektronik hat auch Verschleiß...

      Ist halt "Zukunftsmusik". Ich sehe E-Autos nicht in naher Zukunft in der Überzahl. Ist einfach noch nicht wirklich ausgereift und die Anschaffung ist und bleibt zu teuer. Was bringen mir da 3.000-4.000 Euro an Subvention, wenn ich erstmal 30.000 Euro für so ein Auto hinlegen muss. Einen Smart bekomme ich für 1/3 des Preises...

    • Elektroautos sind nicht die Zukunft, da man erstmal darüber nachdenken muss, woher der Saft kommt zum aufladen. Die Zukunft ist das Wasserstoffauto. Toyota hat's erkannt, nur muss die Gewinnung effektiver werden.
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