1. Advent - Hirune-hime: Shiranai Watashi no Monogatari

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    In den Threads Project ASS 2 und Project Advent S+ haben unsere Nutzer sich dafür entschieden, gemeinsam an jedem Adventssonntag einen Animefilm zu schauen und ihn dann gemeinsam in einem dafür vorgesehen Thread zu besprechen.

    Der erste Anime für diesen Sonntag ist Hirune-hime - in Deutschland veröffentlicht unter dem Namen Ancien und das magische Königreich. Den Thread dazu findet ihr hier!. Viel Spaß beim Schauen!

    • 1. Advent - Hirune-hime: Shiranai Watashi no Monogatari



      Hirune-hime (Ancien und das magische Königreich)

      Regisseur Kamiya Kenji, u. a. Ghost in the Shell SAC oder Eden of the East, denkt seit jeher sehr progressiv, was auch in seinem Film über Prinzessin Nickerchen (Hirune-hime) zutage kommt. Ein zentrales Element sind autonom fahrende Autos, doch nicht jeder findet das dufte. So stoßen verschiedene Generationen und Sichtweisen hier aufeinander und wollen ihre eigenen Interessen durchsetzen. Narrativ auf zwei Ebenen verpackt - Kokones Traumwelt sowie die Realität - erzählt dieser Anime eine Zukunftsvision mit moralisch zeitgemäßer Botschaft.



      Randfakt: Videospielkomponistenlegende Shimomura Youko, u. a. Kingdom Hearts oder Xenoblade Chronicles, zeigt sich für den Soundtrack verantwortlich. Vor Hirune-hime hatte sie seit über 10 Jahren nichts mehr für Anime komponiert, insofern ist es für Fans von ihr sicherlich ein besonderes Ereignis sie außerhalb von Videospielen zu hören. Aber auch für die, die sie noch nicht kennen, gilt es hoffentlich, dass sie von ihrer Musik verzaubert werden.





      Die Community von Nigatsu plant den Anime für den ersten Advent gemeinsam zu schauen und hier im Thread zu besprechen. Der erste Advent ist schon diesen Sonntag und leitet ein kleines Adventsprojekt ein, über das man hier mehr lesen kann. Jeder ist dazu eingeladen beizutragen und ich hoffe, wir haben dabei alle eine Menge Spaß~
    • Ich werde später (heute am Nachmittag oder Abend, vorher noch paar andere Sachen erledigen) mal reingucken.
      Weiß jemand, was das hier ist: anidb.net/perl-bin/animedb.pl?show=anime&aid=12807

      So weit ich gesehen hab sind das Specials die vorm Film veröffentlicht wurden - nehme aber an, nur Werbung für den Film, mit Szenen daraus und nich wirklich ein Mehrwert. Zumindest online keine Quelle findbar, weshalb ich darauf verzichte und direkt an den Film gehe.

      Hier aber: Ohne Garantie, dass ich fertiggucken werde. Sollte er früh langweilig werden, brech ich vielleicht auch mittendrin ab. Mal sehen.
    • Ich musste mir den Film noch einmal anschauen, da nicht mehr viel davon im Gedächtnis hängen geblieben ist, tatsächlich habe ich diesen rewatch aber nicht bereut.
      Eleganter hätte bloß der Schluss gelöst werden können, Kokones Träumereien ergänzten zwar nämlich wunderbar das Geschehen, bis hin zum twist das sie sich um ihre Mutter drehten, die letzte Sequenz um den Endkampf verfehlte aber ihre Wirkung durch eine extreme Dramatik und fehlenden Bezug zur Realität. Ansonsten soll es nichts weiteres daran auszusetzen geben. Es ist ein schöner Familienfilm im Stil von Ghibli mit der typisch zeit- und kulturübergreifenden Geschichte um einen reminiszierenden Großvater, den Drang seinen Wünschen zu folgen und fiesen Verrätern in eigenen Reihen. Die Charaktere gefielen mir, trotz des kurzen Zeitraums sind sie gut vertieft worden, auch von der Musik und Aufmachung her bin ich rundum glücklich mit dem Anime. Ohne nun groß übertreiben zu wollen, zählt er für mich doch mit zu schönsten während den letzten Jahren.

      9/10
    • Advent, Advent, die erste Zündkerze brennt.

      Ein solider bis guter Film, aber auch mit ein paar Schwächen, die mich dann doch etwas mehr gestört haben - vor allem am Ende. Aber zurück zum Anfang, denn der war schon sehr verheißungsvoll mit dieser Traumwelt und den ersten Minuten in der realen Welt. Ich fands zu Beginn auch sehr gut gelöst, dass Kokone einschläft und dann Dinge und von Menschen träumt, die dann auch direkt danach auf der Bildfläche erscheinen und man schon ein wenig dieses Foreshadowing hat. Sah auch gut aus, aber ist immer etwas einfacher, wenn die Möglichkeiten grenzenlos sind. Auch der Twist mit der Mutter, dass Kokone denkt, dass sie vermeintlich selbst der Held in der Geschichte ist, war eine positive Überraschung. Der Moment im Zug, als sie dann merkt, dass es die Mutter ist, um die es geht...das war das Highlight für mich.
      Danach war es mir aber zu wenig und die Story wurde immer holpriger. Denn dieses "reale Welt vs. Traum"-Thema wurde immer mehr aufgeweicht und zum Finale hin gab es einen großen Endkampf in luftigen Höhen. Aber den hätte es für mich gar nicht gebraucht...viel lieber wäre mir eben eine glaubwürdige Auseinandersetzung in der realen Welt gewesen. Aber die Macher erschien der Konflikt doch als zu unspektakulär? Und da hat man dann auch Plotholes oder das Ignorieren dieses Mechanik an sich in Kauf genommen. Was mir auch viel zu kurz kam, war die Geschichte rund um die Mutter...dabei hat man im Schnelldurchgang doch viele tolle Szenen im Abspann gezeigt. (der Song war toll: Hirune Hime ED)

      Aber gerade dieser Charakter erschien doch auch immer wieder in den Träumen und ein einziges Gespräch mit der Tochter hätte schon einen großen Effekt gehabt - für mich und vllt auch für Kokone. Oder diese Vergangenheitsbewältigung, als Kind die Mutter zu verlieren...wurde zwar mit den Träumen iwie abgehandelt, aber ich hätte mir noch das tiefere Gespräch mit dem Großvater oder dem Vater gewünscht. Es wurde zwar hier und da erwähnt und gewürdigt, aber ich hätte mir da gerne auch noch mehr Szenen von der Sorte gewünscht. Gerade weil die Figur der Mutter das verbindende, antreibende Element war. In der Story, in der Firma und bei den Charakteren. So waren mir die Charaktere auch etwas zuu "plain". Das ist mir damals schon bei Higashi no Eden aufgefallen, dass ich da kaum rangekommen bzw. die Charaktere wenig an mich rangekommen sind - im Sinne von ich "fühle" noch mehr mit. Das Setting mit dem Tod der Mutter, der Streit mit dem Großvater, die Gefahren und die Vater-Tochter-Beziehung waren da. Dabei war es gerade für Kokone ein großes Abenteuer und eine Achterbahnfahrt der Gefühle und bis auf 1,2 kleine Momente kam sie mir etwas naiv-verschlafen vor...dabei hätte ich da noch mehr Emotionen gesehen. Ebenso beim Vater, dem Großvater und noch ein paar anderen Figuren.
      Das Setting an sich war okay, wenn auch etwas cringe...selbstfahrende Autos schön und gut, aber mir wäre ein Setting in einer entfernteren Zukunft vllt noch lieber gewesen. Warum hat man die Olympischen Spiele überhaupt erwähnt? 2020 finden die in Tokio statt, ja... aber was trägt das zur Story bei? Die Jahreszahl hat es für mich sogar etwas runtergezogen und zu sehr eingegrenzt bzw. zu sehr ins aktuelle Zeitgeschehen geholt...war unnötig. Und ein paar Aspekte zu der Mutter, die für den Fortschritt stand und dem traditionellen Großvater wurden nur angedacht aber irgendwie nicht zu Ende gebracht. Danei hatte man fast 2 Stunden Zeit, aber man hat viel Zeit für den letzten Kampf verwendet - für mich der falsche Schwerpunkt.


      Viele kleine Punkte also, die sich dann summieren und die Wertung etwas nach unten ziehen. Den Soundtrack fand ich z.B. insgesamt gut, mir ist bis auf das ED noch ein Stück aufgefallen, der Rest eher nicht...aber auch nichts negativ in Erinnerung behalten. Auch positiv war z.B. diese Traumwelt an sich, auch wenn sie am Ende zu präsent war, das hatte fast ein wenig was von Ghibli...hat mich aber auch an Summer Wars erinnert und gibt sicher noch zig andere Beispiele für solche Szenarien. Fallen euch noch andere Beispiele ein? Wo wurde es besser gemacht?


      6,5/10

      Wie fandet ihr den Film? Fandet ihr das Zusammenspiel zwischen Traum- und Realwelt gelungen? Wie fandet ihr die Charaktere?
      Wo bleibt der Kommentar von @vide? :)
    • Ich bin nun auch durch. Kein Meisterwerk, der Film. Aber auch nicht schlecht. Musikalisch stach er nicht besonders hervor. Hier auch weder besonders gut noch schlecht. Das Ending fand ich auch nich supergut von der Musik her. Halt alles "ganz nett". (Wobei im Ending die gezeigten Szenen aber recht schön warn - füllte ein bissl die Lücken und zeigte ja das Zusammenkommen von Mutter und Vater.)

      Die Idee mit der Traumwelt war ganz nett - hätte man aber nich unbedingt gebraucht. Es war relativ schnell klar, dass das Bezug zur normalen Welt hat. Spätestens als der Firmenkerl auftauchte war klar, dass später der König = Großvater sein wird (zuvor hatte im Telefonat der Vater schon erwähnt dass er mit dem Chairman zu tun hat und da es passt von der Verbindung her).

      Was mich störte war, dass am Ende das fast eher ein Tagtraum war - und zu übertrieben. Zu lang am Stück. Aber man musste wohl - da Familienfilm - es bissl unterhaltsam gestalten mit der Action und den Monster wo das Gute siegt.

      Sehr gut (9 oder gar 10 für Meisterwerke von 10) war es nie. War von Anfang an klar. Unter 7 (6 oder niedriger) sah ich ihn auch nie wirklich. Wobei ich bei der langen Traumszene gegen Ende doch schon mit dem Gedanken spielte. Das war so nervig. Und wenig Inhalt darin.

      Meist schwankte ich so zwischen 7 und 8. Guter Start. Dann bissl langweiliger als das Kokone mit dem Boy unterwegs war - fang an Längen aufzubauen. Die beste Szene war die mit dem Großvater. Sowas mag ich. Das fühlte sich auch wie 8/10 (gut) an. Vorm Ending am Schluss - das war auch noch mal nett zur Abrundung. (Sicher wird Kokone ihrer Mutter folgen und in die Firma kommen.)

      Lange Traumszene zog es schon deutlich runter. Da hätt ich mir halt lieber so nen Familiendrama mit viel Dialog, etc. gewünscht und die normalen Szenen in der Firma. Dass mal ein Mädl (oder Junge) plötzlich rausfindet, dass es reiche Eltern oder Großeltern hat ... das is ja nich soo selten. Und dass es Familienstreit gibt und andere Leute die geil sind auf Macht (wie der eine der die Firma übernehmen wollte) - da kann man auch relativ bodenständige Geschichten draus machen ohne überdrehte Traumwelt. Letztendlich fing es sich nochmal mit dem rund wirkenden Ende, so dass ich bei 7/10 (befriedigend) hängenblieb.


      (Uneingeschränkt) weiterempfehlen würd ich den Film jedoch nich - das mach ich generell nur ab 8ern, sofern ich nich von ner bestimmten Abneigung gegen bestimmte Elemente weiß bei demjenigen, dem ich was empfehlen soll. (9er und aufwärts würd ich da sogar trotzdem empfehlen.) Mit 7 wäre er noch Leuten zu empfehlen, die gern "Familienfilme" mögen - ich steh halt eigentlich nich wirklich auf sowas. Da kam er noch recht gut weg und war gut guckbar eigentlich.


      Als besseren Anime der letzten Jahre würd ich - selbst nur auf Filme beschränkt (die ich weniger gucke ... nich viel Vergleich) - auch nich bezeichnen. Film bester den ich mich erinnere ... von den wenigen die ich guckte ... war außerhalb vom Project ASS dieser mit der Tauben (Koe no Katachi oder so ähnlich, war für mich 8/10). Der mit den 11 und einem zu viel - bei ASS geguckt - war auch nich schlecht und glaub bestes was bei ASS geguckt wurd seit ich da mitgucke (seit Nigatsu existiert) und auch mit 8/10 abgeschlossen. Das mal als Vergleich.



      Die Analogien von Traumelt und realer Welt warn aber schon geschickt gesetzt. Mit der Mutter die dann das war, nich Kokone selber. (Das passte, weil sie ja Tochter vom König war. In der realen Welt der König ja der Firmenboss war und Kokonoe die Enkelin, nich Tochter.) Das Tablet welches magisch war und die Sachen zum Leben erweckte - hatte die Software der Mutter die eben dies bewirkte (eigener Wille = das Programm um selbtständig zu fahrn). Hätte man es rein als Traum gehalten und bissl "dezenter" wäre das auch viel besser gekommen als mit dem langen Kampf. Nach dem ersten Treffen mit dem Großvater vor der Firma - was der Höhepunkt für mich war (da war der Film am besten) gings halt dann bergab, weil zu dick aufgetragen mit dem Tagtraum.

      Higashi no Eden - fällt mir ein - hab ich nie weitergeguckt nach der ersten Serie. (Kamen glaub noch Movies.) Ganz unterhaltsam damals. Aber nie wirklich so motivierend, dass man ewig auf Movies warten wollte (da hätt ich die Serie vorher zur Auffrischung wohl nochmal gucken müssen).

      Dass die Olympischen Spiele erwähnt warn störte mich nich. Fiel aber auf. Selbstfahrende Autos sind aber aktuell auch ja ein Thema. Ich weiß nich ob es da halt irgendwie wichtig war zu zeigen, dass es in aktueller Zeit spielt und auch in unserer Welt. (Neben der Traumwelt kein alternatives Japan, etc.) Und natürlich als Aufhänger/Grund fürn Plot - weil die Firma da beteiligt war und die Athleten rankarren wollte mit autonomen Fahrzeugen. (Gut man hätte die Fahrzeuge auch anderswo einsetzen können. Das war eigentlich egal. Musste halt was Wichtiges sein für die Firma mit medialer Aufmerksamkeit, wos um was geht und man nich versagen darf.)
    • @Lebbo war ebenso am Anfang des Films gespannt wie mit der Traumthematik umgegangen wird. Auch das autonome Fahren hat mich interessiert, insbesondere was die daraus machen. Es wurde plottechnisch auch 2x genutzt.

      Am Anfang waren die Wechsel zwischen Traum und Realität auch klar definiert. Diese "Wechseln" sind aber ab der Mitte des Films immer mehr verschwommen und haben für mich auch nicht immer Sinn ergeben.

      Schwachpunkt für mich waren vor allem die Charaktere, welche eher eindimensonal waren und mir hatte ne wirkliche Verbindung zu Kokone gefehlt. Es war auch sehr schnell klar wer der Bösewicht war^^.

      Ich hatte so ab ca 1/3 des Films den Verdacht, dass die Mutter in Wahrheit die Prinzessin ist, deswegen war es für mich keine so große Überraschung. Es stimmt das für Kokone selber sehr viel passiert ist, aber man nicht wirklich mitgefühlt, sondern man war eher "dabei" als statt "mittendrin".

      Die Farbpalette hat mir gefallen und hat zum fröhlichen Grundton der Serie beigetragen.
      Etwas seltsam fand ich auch die Schatten, es gab einige Actionszenen wo die Schatten korrekt dargestellt waren. Aber im Großteil des Filmes fehlten die einfach komplett. Ebenso die war die Beleutung der Szenen oft komplett gleichmäßig dadurch wirkt das Bild platt.

      Das ED hat mir wiederrum auch gefallen, es gab doch noch ein paar schöne Rückblicke zu ihrer Mutter.
    • Für mich ist es wie bei Neal das zweite Mal gewesen, das ich den Film geschaut habe und auch ich habe den Rewatch keineswegs bereut. 9/10

      Gleich einmal vorweg:
      Klarer Bonuspunkt für einen allein erziehenden Vater. Etwas, das einfach viel zu selten auftaucht und allein deswegen direkt schon mal Interesse hervorruft. Die Art seiner Erziehung war auch komplett anders als man es normal von einem einzelnen erziehenden Elternteil erwarten würde, was natürlich auch seiner Persönlichkeit zugrunde liegt. Ihm fiel es z. B. nicht leicht über seine verstorbene Frau zu berichten, obwohl er wusste, dass er vor allem seiner Tochter von ihr erzählen sollte. Dass einem das in Form von Märchen/Geschichten leichter fällt, ist nachvollziehbar und es ist auch der Punkt, der ihn zu einem besseren Vater macht als der, der er anfangs noch zu sein scheint. Der Reveal, dass Ancien die Mutter zur Vorlage hat, ist nicht ohne Grund das Highlight des Films.

      Auch gefallen hat mir, dass Kokone kein direkter Klon ihres Vaters oder ihrer Mutter ist (kein Autofreak oder AI-Geek), aber trotzdem signifikante Eigenschaften übernimmt (wie dass sie sich nichts sagen lässt). Diese Punkte im Zusammenspiel kommen mir in der Bedeutung viel zu selten in Anime vor, wobei es sicher auch zum Großteil daran liegt, dass in Anime selten auf die Eltern eingegangen wird. Das dadurch entstehende Familiengefühl ist jedenfalls was ganz besonderes.

      Das Thema der künstlichen Intelligenz hat mir ebenfalls sehr zugesagt. Heart war schon kuhl, in der Traumwelt oder der Realität, als er versucht hat die beiden selbstständig nach Tokyo zu bringen, als er die beiden darüber reden hörte. Rebellisch ist er auch noch, denn auf Morio hat er nicht gehört, als er sagte, dass er nach Hause fahren solle!

      Die Traumwelt ist interessant. Träume bewältigen Probleme und sie tun es mit Magie! Ich mag auch die Parallelen zur realen Welt. Magie als Softwareprogramme, die Arbeitersklaven als Firmensklaven, der Dämon für die Unsicherheiten, Ängste, den inneren Schweinehund oder gegen Ende die Fledermäuse, als der „Bösewicht“ vermutlich was schlechtes über den Großvater verbreiten wollte (dass er nur den Wunsch seiner Tochter erfüllen wollen würde), was ja zu seinem Übernahmeplan gehörte. Die Fledermäuse wären dann all die negative Publicity aus den sozialen Netzwerken.

      Wo ich Lebbo zustimmen muss, ist, dass der Endkampf wirklich etwas zu lange gewesen ist und dass man die Zeit z. B. dafür hätte nutzen können, den Tod der Mutter etwas näher in die Geschichte einzubinden. Nicht, dass es nötig gewesen wäre, aber man hätte die Zeit sicher sinnvoller nutzen können.


      Luthan 2.0 schrieb:

      Die Idee mit der Traumwelt war ganz nett - hätte man aber nich unbedingt gebraucht. Es war relativ schnell klar, dass das Bezug zur normalen Welt hat.
      Um stattdessen irgendwelche trockenen Dialoge zu den Hintergründen der Mutter, dem Vater und der Firma des Großvaters zu haben, die wahrscheinlich mehr Zeit eingenommen hätten? Die Träume sind nicht dazu da, alles auf ewig geheimnisvoll klingen zu lassen.

      sanzo1 schrieb:

      Schwachpunkt für mich waren vor allem die Charaktere, welche eher eindimensonal waren
      Unwahr. Ich habe oben schon was zum Kernmerkmal des Vaters geschrieben sowie ein bisschen was zu Kokone. Kokone ist nicht nur naivfröhlich (das wäre dein Schmähwort „eindimensional“), sondern auch pflichtbewusst und selbstständig. Sie macht sich Sorgen um die Ernährung ihres Vaters und kommt im Haushalt allein zurecht. Sie ist voller Tatendrang, zieht ihr Ding durch, ist bosshaft und lässt sich von niemandem etwas sagen. Sie macht sich Gedanken um ihre Zukunft (Universität) und erläutert dahingehend auch genauere Pläne am Ende des Films, wie sie ihren Weg finden könnte. Sie hat außerdem ihre eigene spezielle Weise mit dem Tod ihrer Mutter umzugehen: Sie hat sie nie wirklich kennengelernt, entsprechend wird die Neugier behandelt wie sie mehr über ihre Mutter wissen möchte. Gleichzeitig erzählt sie in der Schule Lügen, um Fragen dazu aus dem Weg zu gehen (sie sagt ja, ihre Mutter käme aus Deutschland). Außerdem ist sie sportlich (und Morio nicht, haha). Und jetzt habe ich noch nicht einmal ihre detaillierte Körpersprache erwähnt. Sie ist nicht schüchtern, scheut keine Nähe, stellt sich nicht, wenn sie neben nem Typen schläft und achja, Schlafen. Sie ist ne olle Schlafmütze: Prinzessin Nickerchen :D

      Hähähä, „eher eindimensional“ was zum Kuckuck? Muss ich noch mehr zum Vater erzählen? Selbst der Großvater ist nicht eindimensional trotz geringer Screentime. Morio wahrscheinlich schon eher, muss ich fairerweise dazu sagen.

      sanzo1 schrieb:

      Es war auch sehr schnell klar wer der Bösewicht war^^
      Setzen, Thema der Geschichte nicht erkannt. Sechs. :p
      Wenn die SMS mit „Das ist ein Bösewicht“ vom Vater nicht Hinweis genug war, dass die Geschichte kein Krimi ist, dann weiß ich auch nicht.

      sanzo1 schrieb:

      Diese "Wechseln" sind aber ab der Mitte des Films immer mehr verschwommen und haben für mich auch nicht immer Sinn ergeben
      Ich kann gerne aufklären. Ich hab mich ausgiebig mit dem Film beschäftigt und müsste auf fast alles eine Antwort haben. Sicher auch auf Lebbos erfundene Plotholes (:p)
    • Ein interessanter Einstieg in die Advent S+-Wochen.
      Angesichts dessen, in welchem Ausmaß man hier Charaktere und Traumsequenzen bemängelt, werde ich es erst einmal für mich abwägen müssen inwieweit es überhaupt noch Sinn macht, sich bei den weiteren Filmen einzubringen. Auch wenn die Verrisse zu Fireworks zwar interessant ausfallen dürften, gibt es schöneres im Leben als nun vier Wochen lang barsche Kritik über Kinderfilme zu lesen.
    • Neal schrieb:

      Angesichts dessen, in welchem Ausmaß man hier Charaktere und Traumsequenzen bemängelt
      Naja, also die Traumsequenzen an sich hatte ich sogar gelobt, aber mir hat das Zusammenspiel mit der realen Welt nicht zugesagt. Beziehungsweise das Verhältnis zwischen den beiden Welten hat sich für mich eher negativ verändert während des Films. Und was noch dazu kam, war die Sache, dass ich mir gerade zu Beginn noch mehr davon versprochen hatte. Aber nachdem dann dieser turning point mit der Mutter kam, verschob sich mir das zu sehr. Ich habe das schon wesentlich konsequenter und besser gesehen. Ich fand eben auch, dass man am Ende noch wesentlich mehr Kreativität hätte reinstecken müssen, um es wirklich bis zum Schluss durchzuziehen...aber da hat man sich beim Staff dann (bewusst) dagegenentschieden. Da bin auch auf @Eliholz Erklärung gespannt, warum man denn da nicht stringent geblieben ist.

      Und die Charaktere fand ich nicht schlecht, aber gerade weil es interessante Konstellationen gab mit dem alleinerziehenden Vater (die Sitaution kommt wirklich selten vor, da stimme ich zu), der fliehenden Tochter, dem traditionellen Großvater, hätte ich mir noch mehr "Impact" gewünscht. Wenn ich mal Revue passieren lassen, was passiert ist...Vater wird von der Polizei abgeführt und verhört, die Tochter flüchtet vor bösen Leuten mit ihrem Freund und macht sich auf eine lange Reise Richtung Tokio zu ihrem Großvater, um somit auch den Vater zu retten, der wiederum mit dem Tod seiner Tochter konfrontiert wird. dann stürzen Vater und Tochter auch noch von diesem Gebäude usw. - da hätte noch mehr emotionale Bandbreite kommen können. Mehr Angst, mehr Verzweiflung, aber auch noch mehr diese Neugier auf die Vergangenheit der Mutter, sodass dieser "Ausbruch" noch mehr optisch zur Geltung käme. Das hat mir damals aber schon nicht bei Higashi no Eden gefallen, da wurde dann auch öfter auf Tiefe verzichtet und mehr Action nach vorne geschoben. Und letztlich war das auch eine bzw. DIE einschneidendenste Reise für alle Beteiligten...die Ereignisse schienen mir alles so ein wenig stillschweigend hingenommen zu werden bzw. die Entwicklungen bekamen für mich bei den Charakteren nicht den Moment, der eigentlich nötig gewesen wäre - vllt auch weil es Schlag auf Schlag ging. Es gab z.B. auch die eine Szene, in der Kokone bemerkt, dass ihr Vater doch wesentlich mehr von der Mutter "erzählt" hat, mit oder ohne Worte...bewusst oder unbewusst. Genau solche Szenen hätte ich mir noch viel öfter gewünscht. Dieses "Erinnern" und dieses Vermächtnis der Mutter, die alle beeinflusst hat...ein kleiner innerer Monolog des Vaters. Man muss nicht immer alles zeigen oder aussprechen, aber ich hätte es gerne anhand der Reaktion bzw. der Mimik irgendwann gerne mal gesehen.

      Und da hatte man eigentlich genügend Zeit mit den fast 2 Stunden, aber die wurden dann nicht so genutzt, wie ich es mir gehofft hätte und so kommt dann eher eine solide und keineswegs schlechte Wertung raus. Für 7 oder 8 hätte das noch feiner bzw. raffinierter erzählt werden müssen - also kein Grund zur Sorge vor den nächsten Wochen. Zumal ich persönlich nächste Woche bei Fireworks gar nicht dabei bin, weil ich den erst vor ein paar Wochen gesehen habe. :P Die anderen beiden Titel am 3. und 4. Advent sind dann doch kleinere Kaliber und die gehen in eine komplett andere Richtung.

      Eliholz schrieb:

      Das Thema der künstlichen Intelligenz hat mir ebenfalls sehr zugesagt. Heart war schon kuhl, in der Traumwelt oder der Realität, als er versucht hat die beiden selbstständig nach Tokyo zu bringen, als er die beiden darüber reden hörte. Rebellisch ist er auch noch, denn auf Morio hat er nicht gehört, als er sagte, dass er nach Hause fahren solle!
      Sowas meine ich aber mit Plothole. Da verschwimmen dann die beiden Welten...oder sollte das dann der "letzte" Wille der Mutter gewesen sein? So ein wenig wurde es ja angedeutet, aber dass eine Maschine dann eigenständig handelt...und eine andere Route einschlägt und dann auch noch den Weg selbst findet. In der Traumwelt fand ich Heart super, in der realen Welt am Anfang auch...bis eben dieser Punkt kam, den ich nun schon öfter angesprochen habe. Heart wurde immer wieder als Fluchtseil genutzt, um zur nächsten Szene zu springen, war schon okay.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2-mal editiert, zuletzt von Lebbo ()

    • Der alleinerziehende Vater - das war auch ganz cool. Nur schade dass es so ein Klischee-Single-Mann war, der nich aufräumt und die Frau dazu braucht. :D Wie die Bude aufgeräumt ist fiel mir schon auf bevor der Vater nachm Aufwachen zum ersten Mal gezeigt wurde und ich überhaupt wusst dass die da mit Vater wohnt. (Dachte erst an ne Hartz IV-Mutter. :D Aber das ist ja in Japan, da gibts kein Hartz IV.)

      Die Sache mit der künstlichen Intelligenz ist mir weder positiv noch negativ aufgefallen. Es war halt nicht zu sehr Hauptthema. Mehr dazu da, den Rest voranzubringen. (Damit die mal Rumfliegen konnten, etc.)

      Dialoge müssen übrigens nicht trocken sein - das kann recht emotional gestaltet sein. Gut gefallen hätte mir wenn die Tochter bei nem Unfall durch selbstfahrende Fahrzeuge ums Leben kam (Selbsttest) - der Großvater verbittert gegen diese Technologie gewesen wär ... und das Tablet hätte vernichten wollen. Und man dann durch Dialog ihn "aufweicht" - durch den Kontakt mit ner lebenslustigen Enkelin die ihn an seine Tochter erinnert.

      (Ich sagte ja schon mir gefiel die kurze Szene außerhalb des Firmengebäudes - der Dialog zwischen Kokone und Großvater - am besten.)

      Jeder legt halt Wert auf unterschiedliche Dinge. Mir ist klar, dass bei Zielgruppe "Familienfilm" man es nicht zu emotional-dramtisch machen kann, weil es dadurch auch nicht mehr so "locker" ist. War ja hier eher schon pur gute Laune und man war nie traurig, auch wenn mal erwähnt wurde, dass die Mutter (bzw. Tochter vom Großvater) halt tot war.


      Die Charaktere warn okay. Halt nicht sonderlich tief - weil die Zeit in nem Film fehlte. Deshalb hätt ich auch gern eher Dialoge gesehn, statt "Action". Das ist generell ein Problem, dass ich mit Filmen hab, da die meist eher an andern Stellen zu punkten versuchen. Viele mögen auch sowas.

      Es ist auch interessant zu sehen auf was unterschiedliche Leute hier den Fokus legen. So Kram mit Schatten, etc. - fällt mir garn ich auf. Könnte mir nich egaler sein. (Sprich es hat für mich auch keine Mehrwert, wenn da alles top wäre und man damit punkten will.) Aber sanzo1 hatte dazu ja einiges kommentiert.

      Darauf dass die Erwähnung der Olympischen Spiele jemand stören könnte - wär ich auch nie gekommen.

      Der Thread gab jedenfalls schon viel her. Und mit 2 Leuten die den Film sehr hoch bewerten und den andern die zwar im Detail andere Sachen kritisieren, aber doch grob übereinstimmen, dass es am Ende mit den Träumen schwächer wurde - da muss sich doch niemand allein fühlen. Und es kann nich von böser Absicht die Rede sein. (Nur kritisieren, damit man "verreißen" kann um die Fans zu ärgern.) Die eher durchschnittliche Wertung bei Datenbanken (für MAL-Verhältnisse ist das sogar "schlecht") deutet das ja auch eher an, dass er allgemein nicht so gut ankam bei der Masse.

      Wobei "7" bei mir noch im Rahmen liegt und ich ihm auch Potenzial bis zu 8 zugestand - bis zur uns insbesondere bei: Der besagten Szene mit dem Dialog mit dem Großvater, was mir eben gefiel.


      Dass Leute Sachen unterschiedlich wahrnehmen/empfinden - das gibt es dann auch noch. Grad im andern Thread zum "Anime mit der Farbenblinden" gesehen, dass Horst bestimmte Sachen verteidigte, die andere aber kritisierten - beim Charaufbau. Wobei ich selber nich den Anime bis dahin guckte. (Hey, es gibt auch Leute die finden Lelouch gut und hassen Suzaku bei Geass - und ich fand Lelouch den nervigsten Char und Suzaku recht gut.)

      Wünschenswert wäre, wenn TaZ das noch guckt. Bei dem aus der Abstimmung wird er ja dabei sein - aber weiß nich was er hier meinte - und ob er sich dazu "zwingen" würde, auch wenn er den Film eigentlich nich gucken will. Es ist halt auch immer schwer - grad wegen der unterschiedlichen Ansichten - sich überhaupt mal auf gemeinsame Sachen zu einigen, die man gucken will. Da jeder schon viel ausschließt oder zumindest skeptisch ist. Ob vide was schreibt steht auch nich fest - man sollte ihn nich zu sehr drängen, er hat sich ja nich dazu bekannt, hier speziell mitmachen zu wollen. Auch wenn das die Problematik eben nochmal zeigt: Mit seinem Boogiepop kam er recht schnell rum und erwartete, dass genug das direkt mitgucken.

      Man kann aber halt auch niemanden zwingen, pur gutes Feedback abzugeben - wenn demjenigen was nich gefällt. Wir sind alle keine professionellen Kritiker. Und "ich tu mal so als würden mir Familienfilme besonders gut gefallen und bewerte nen Familienfilm als Familienfilm" - das gibt es halt nich. Zumindest ich kann das nich. Ich gehe rein nach Unterhaltungswert. Und selbst wenn ich so tun wollte - wäre ein Bias nich ausgeschlossen. Ich bewerte so wies mir "passt". Es kann sogar pure Actionfilme geben wo es gut rüberkommt dass es einen Plot gibt (der von der Action ablenkt, vor allem wenn der Plot schlecht wäre) - bei andern kommt so ein bissl Plot sogar gut. Ein man muss "dem Genre entsprechend" bewerten gibts halt auch nich so 1:1 für jeden Anime gleich. Manchmal "passt es", manchmal halt nich.



      P. S.: Fand noch jemand die Dinger so lustig, die wie so Fahrradfahr-Trainingsgeräte aussahen, auf denen die Leute da radelten um den Roboter zu bewegen? Weiß nich ob das Absicht war, dass das so amüsant anmutete. (Denke aber schon - es soll halt die lockere Stimmung unterstreichen und ist was anderes als wenn man Leut gezeigt hätte die an nem Hightech-Screen mit Tasten und Joystick die Waffen steuerten.)
    • Lebbo schrieb:

      Da bin auch auf @Eliholz Erklärung gespannt, warum man denn da nicht stringent geblieben ist
      Ich bin mir nicht 100%ig sicher, was du meinst, aber ich gehe davon aus, dass du dich fragst, warum man die beiden Welten so stark hat übereinander lappen lassen?

      Das geschieht nicht nach dem Reveal mit der Mutter, sondern schon als Kokone den Bösewicht aus dem Traum wiedererkennt. Als Morio in den Traum mit einsteigt, wird es noch deutlicher und Kokone erwähnt es auch an einer Stelle, dass ihre Träume in letzter Zeit immer enger mit der Realität verknüpft sind. Am Anfang in der Schule meinte sie noch, dass sie diese Träume schon lange nicht mehr gehabt hatte - der Auslöser dafür ist die Gurke (?) am Altar der Mutter, die der Vater eigentlich zu früh dort hingelegt hat, weil er wusste, dass er jetzt Probleme bekommen würde und wahrscheinlich so um Unterstützung der Mutter bittet. Die Mutter aktiviert also wieder die Träume von Kokone.

      Für mich kommt es daher nicht verwunderlich, dass es am Ende dann in diesen Wachtraum driftet, in den Kokone auch jeden um sie herum mit hineinreißt. Das wäre dann die nahezu vollständige Verschmelzung der beiden Welten, die wieder endet, als Vater und Tochter gerettet sind. Insofern sehe ich deine Aussage

      Lebbo schrieb:

      Sowas meine ich aber mit Plothole. Da verschwimmen dann die beiden Welten...oder sollte das dann der "letzte" Wille der Mutter gewesen sein?
      als korrekt und ich hoffe der Altar der Mutter, das plötzliche Auftreten der Träume und der immer stärker werdende Einfluss dieser sind Hinweis genug darauf, dass die Mutter in dieser Form Einfluss auf die Handlung nimmt. Das ist natürlich ein äußerst fantastisches Element, wobei es in der Realität keine übernatürlichen Dinge erlaubt.

      Lebbo schrieb:

      aber dass eine Maschine dann eigenständig handelt...und eine andere Route einschlägt und dann auch noch den Weg selbst findet
      Als Kokone und Morio in Heart schlafen, aktiviert Morio vorher die Spracherkennung. Entsprechend handelt Heart nach ihrem Ziel Shijima Motors. Er bekommt an der Tankstelle dann ein neues Ziel von Morio, entscheidet sich aber, dass sein altes Ziel Priorität genießen sollte. Seine künstliche Intelligenz setzt also nochmal eins drauf. Er war am Ende nicht wirklich nötig, aber es war eine gute Art und Weise die künstliche Intelligenz in einem Auto zu demonstrieren, auch für die anwesende Presse.
      Heart ist ein Geschenk des Großvaters an seine Tochter Kikumi, der Mutter von Kokone, gewesen, die diesen mit ihrem Programmcode getuned hat (ich denke nicht, dass es der gleiche wie auf dem Tablet ist, sondern ein angepasster wegen dieser schon fast menschlichen Entscheidungsmöglichkeiten).

      Lebbo schrieb:

      Mehr Angst, mehr Verzweiflung
      Na na, das soll immer noch ein Familienfilm sein :p

      Luthan 2.0 schrieb:

      Darauf dass die Erwähnung der Olympischen Spiele jemand stören könnte - wär ich auch nie gekommen.
      Mich störte das auch nicht, aber der Code existiert halt schon seit fast 20 Jahren und damit also kurz nach der Jahrtausendwende. Ich denke, dass das auf den einen oder anderen schon ziemlich früh wirken muss, aber mir ist das auch egal. Es kann auch ne Parallelwelt sein und die olympischen Spiele in Japan als Aufhänger ist doch okay, weil das ein megawichtiges Event für Japan ist und eine Parallele zur echten Welt darstellt und wo auch jedem die Wichtigkeit klar ist, ohne dass diese groß erklärt werden müsste.

      Luthan 2.0 schrieb:

      Fand noch jemand die Dinger so lustig, die wie so Fahrradfahr-Trainingsgeräte aussahen, auf denen die Leute da radelten um den Roboter zu bewegen? Weiß nich ob das Absicht war, dass das so amüsant anmutete. (Denke aber schon - es soll halt die lockere Stimmung unterstreichen und ist was anderes als wenn man Leut gezeigt hätte die an nem Hightech-Screen mit Tasten und Joystick die Waffen steuerten.)
      Man darf dabei nicht vergessen, dass es sich dabei um Kokones Traum handelt. Vieles hängt auch mit ihren Vorstellungen davon zusammen. Was kennt sie? Was kennt sie nicht? Sie ist kein High-Tech-Geek wie Morio, aber kennt zumindest nen Haufen mechanischer und elektrischer Geräte von ihrem Vater.
    • Mir hatte es gerade gefallen, dass der Film so gemächlich und bodenständig verlief. Von Anime kennt man sicher andere Extreme bzw. erwartet solche dann auch. Der Antagonist handelt diesmal aber nicht als grausamer Psychopath, welcher über Leichen geht, sondern versucht seine Ziele durch Falschmeldungen und Beziehungen zur Polizei zu erreichen. Als Kokone dem Tablet hinterher sprang, bekam er sogar richtig Schiss. Auch von Kokone selbst und ihrer Reaktion zur Mutter erwartete ich nicht mehr. Immerhin starb sie vor min. 15 Jahren als Kokone gerade als Baby herumrobbte, warum hätte es also zum emotionalen Zusammenbruch kommen sollen, wenn sie doch kaum mehr als ein paar Bilder und den Namen von ihr kannte.

      Ihre Traumsequenzen sind essenziell gewesen, so konnte der Hintergrund zur eigentlichen Geschichte und eine weitere über die Vergangenheit vermittelt werden. Mit dem frühen Tod der Mutter hätten sie aber auch ein endgültiges Ende finden sollen, um den Bogen zur Gegenwart mit anschließender Versöhnung zu spannen. Diese Vermischung zwischen Realität und Traum ließ den Film im letzten Drittel etwas zu stark ins mystische abgleiten, auch weil dabei der Fokus aufs träumen beschränkt blieb.
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