Isekai-Schwemme - Ginge nicht auch normale Fantasy?

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    • Bei Alice im Wunderland und auch Peter Pan bleibt es schon ziemlich fragwürdig, ob sie überhaupt in eine andere Welt teleportiert wurden. Von einem Multiversum ist erst bei den Chroniken von Narnia gezielt die Rede, ansonsten schrieben frühere Autoren nicht umsonst vom "Traumland" oder "weit entfernt liegenden Gebieten". So oder so bringt es nichts, ständig auf olle Schinken zu verweisen, denn Carroll hatte nie zu viel SAO geschaut. Man realisierte vor ein paar Jahren eben, dass eine bestimmte Formel funktioniert, prägte den darauf passenden Begriff und fand Parallelen zu anderen Werken.
    • TaZ schrieb:

      Die meisten Charaktere in Flying Witch sind weiblich und die Protagonistin geht noch zur Schule. Es gibt auch keine 50 Charaktere, also sehe ich nicht so ganz, was an der Charakterisierung "ein paar (Schul)mädchen" so falsch sein soll
      ->

      TaZ schrieb:

      Flying Witch. Schulmädchen + Magie
      Die Formel mit den Schulmädchen soll doch nach dir der Hauptfokus sein, aber irgendwie haben zu viele Charaktere nichts mit der Schule zu tun. In den ersten drei Folgen vielleicht noch, aber dann kommen diverse andere Charaktere dazu, die etwas mit der magischen Welt zu tun haben und die nicht mehr in die Schule gehen. Die drei, die in jeder Folge auftauchen, sind eine Oberstufenschülerin, eine Grundschülerin und ein Oberstufenschüler (männlich). Selbst wenn man sich nur auf die drei fokussiert, hat man zwei Mädchen und einen Jungen, was mMn auch nicht so wirklich zu deiner Schilderung passt ^^

      Ich denke auch, dass zu Worldbuilding einiges dazu gehört. Eigene Regeln aufstellen, Dinge aus anderen Magiewerken ableiten. Sowas. Die Konflikte in FW sind halt alltäglich, nicht dramatisch, weswegen es vielleicht so wirkt, als ob weniger passiert, aber ist das wirklich der Fall? Ist ein schnelleres Pacing immer besser?
    • Schulmädchen + Magie war auf die Protagonistin bezogen. Manchmal kann es auch entspannend sein Gras beim Wachsen oder der Tapete beim Trocknen zuzuschauen, aber ich dachte zumindest, dass es dahinggehend den Konsens gibt, dass sowas stumpf ist. Mir persönlich sind zwei oder drei Handlungsstränge gleichzeitig lieber, als gar keiner.

      @Neal
      Heutige Horrorfilme sind auch ganz anders als Horrorfilme von vor 100 Jahren, aber deshalb gibt es das Genre trotzdem schon so lange. Und schon .hack//SIGN hatte nen Protagonisten, der in einer virtuellen Welt gefangen und dort unbesiegbar war. Baut alles aufeinander auf.
    • TaZ schrieb:

      Mir persönlich sind zwei oder drei Handlungsstränge gleichzeitig lieber, als gar keiner.
      Kann man sich als Fan wirklich damit brüsten, dass Isekai hochwertiger als SoL seien?
      Ich finde das Nebenthema recht interessant, deshalb greife ich es noch einmal auf. Denn wenn wir uns einmal bitte bloß auf die aktuellen, vor allem aus LN bekannten Isekai konzentrieren, dann wäre mir keiner bekannt, bei dem eine umfassende Geschichte im Mittelpunkt steht. Abgesehen vom Anhäufen eines Harems spielt stattdessen noch der Kampf gegen immer mächtigere Monster eine Rolle, womit sich Isekai sogar in Richtung eines Shounen ansiedeln lassen. Und auch wenn es hier und da zwar Intrigen oder eine entsprechende Charakterentwicklung zu sehen gibt, passt der Inhalt doch meist auf einen Bierdeckel drauf. Unnötig schlecht möchte ich sie wirklich nicht reden, aber zwischen einem verstorbenen Salaryman, welcher anstrebt der stärkste Krieger zu werden und dem Werdegang einer zukünftigen Hexe sehe ich keinen wirklichen Unterschied.
    • Hmm... Overlord würde ich da jetzt nicht gerade als Beispiel heranziehen... Abgesehen davon ein Nachbarkönigreich nach dem anderen zu Unterwerfen sehe ich da kaum durchgehende Handlung, und Charakterentwicklung beschränkt sich auf Nebencharaktere - mit Ausnahme von Momonga, bei dem der Charakterentwicklungsbogen so ähnlich aussieht wie ein Oszillograph...

      Dann schon eher Slime, wo sich zumindest schon von Beginn an ein Endgegner abzeichnet.

      Oder mit Abstrichen Realist Hero, wo es zwar auch Haremitis gibt, aber ein übergeordneter Handlungsbogen trotzdem klar erkennbar ist.

      Bei reinen Fantasy fallen mir da mehrere bessere ein, allen voran Rokka no Yuusha oder mit Abstrichen Demonlord & Hero was ich als etwas comedylastiges Spice & Wolf einordnen würde.

      Mag sein, dass ich gerade was vergesse, aber im Prinzip gebe ich Neal hier schon Recht.
      Sore wa himitsu desu.
    • Es wundert mich ja das keiner mit Youjo Senki argumentiert, schließlich würde ich den Anime sogar als eine Dekonstruktion des Genre gelten lassen. ^^
      Tatsächlich lässt sich beim Thema Isekai ein zu breites Gebiet umfassen um richtig verallgemeinern zu können. Es sticht aber schon ins Auge, dass zumindest die typischen Vertreter doch sehr generisch aufgebaut sind und sich "qualitativ" kaum von SoL oder ähnlich simplen Formaten unterscheiden. Mir gefällt das Stichwort mit der Formel, nach welcher nun immer und immer wieder dieselbe Brühe aufgewärmt wird, solange sie sich gut verkauft.

      Slime besitzt immerhin ein sehr gutes worldbuilding, während ich zuletzt bei Tate no Yuusha noch etwas in den Manga reingelesen habe, mich damit aber auch nicht anfreunden konnte.
    • Wie oft zieht denn... Tatsuya? War das sein Name? irgendwelche bis dato unbekannten Fähigkeiten aus dem Ärmel? Wenn ich mir die Serie nochmal anschauen würde - wozu ich definitiv keine Lust habe - könnte ich dir bestimmt ein Dutzend Stellen nennen.
      So auf Anhieb fällt mir nur eine Stelle ein, wo er schwer verletzt wird und dann auf einmal die Zeit zurückdreht, um alle Verletzungen ungeschehen zu machen.
      Ich weiß nicht mehr genau, was er gemacht hat, um das eine Duell mit dem anderen Magier auf der Ebene zu gewinnen, aber das fiel in die gleiche Katagorie.
      Der Typ produziert Deus Ex Machinas am Fließband.

      Das einzige was mich an der Serie noch mehr stört als die ganzen Deus Ex Machinas ist die Tatsache, dass er offensichtlich OP ist und ihn trotzdem alle als Schwächling bezeichnen nur weil ihre Magietests bei ihm nicht funktionieren... Oh und natürlich seine Schwester. Die ist die allerschlimmste ^^°
      Sore wa himitsu desu.
    • Das mit den Mädls die nix tun ... kann auch aufwendig produziert sein, das stimmt. Dennoch ist der Plot ja meist schwach - und da wenig Arbeit. (Aber die ist halt da nich wirklich notwendig.) Statt faul ist das eher "clever", wenn man es ausnutzt, dass die Fans sowas mögen - und gezielt daraufhin produziert, um mit wenig Aufwand viel Geld abzukassiern. Weil man weiß: Man muss nur ein paar Moe-Mädls irgendwo hinmalen und schon kommen zig Otakus die sich drauf einen runterholen (weil sie irgendwie diesen "pure girls"-Fetisch haben und keine Hentai gucken wollen, weil ihnen das zu versaut is) und deshalb die Serie kaufen.

      Ich mache aus Befürchtungen um mangelhaften Plot (und oft auch mangels wenig sympathischer Chars) eher gezielt nen Bogen um Anime mit rein weiblichem Hauptcast bzw. noch schlimmer wenn nich mal tragende männliche Nebencharaktere dabei sind. Gibt aber auch Ausnahmen. Zu Koihime Musou (die VNs hatten wohl Plot, die Anime eher original aber mit denselben Chars) war der Anime recht sympathisch zu gucken - da sagten die Mädls ja zu und das Setting war nich schlecht.

      Mahouka hat eher andere Probleme: Es ist harem-baitig, auch wenn der Fokus woanders liegt. Weil durch die OPness des Main alle auf ihn stehn. Und die Schwester ist extrem nervig und der Main eher nicht sympathisch. Da fehlen dann irgendwo auch die sympathischen Chars. Und er wirkt mir - als Nicht-Novel-Kenner - zu gestreckt, da die Arcs im Anime mir zu lang dauerten. Es gibt genug Anime (die auch auf Novels basiern) wo es intensiver nach Harem wirkt, aber angenehmer zu gucken ist, weil man flotter durch die Arcs kommt und die Chars angenehmer sind. Strike the Blood, Madan no Ou to Vanadis zum Beispiel.

      Aber immerhin ein Lacher, wenn man sich das Video mit den Zusammengeschnittenen "Onii-sama" anguckt (irgendwer hatte die auch mal gezählt). :D
      In der Serie nur nervig. In Goblin-Slayer das etwas komisch wirktende "Goblin-Slayer-san" von der Priesterin ... da existieren auch schon Zusammenschnitte. Aber in der Serie wars nich wirklich nervig. Die Serie hatte halt auch nen angenehmeren Aufbau.
    • Klar gibt es CGDCT anime, die mit wenig Aufwand produziert wurden. Die DIskussion ging hauptsächlich darum, dass ich Flying Witch definitiv nicht in dieser Kategorie sehe - weder CGDCT noch mit wenig Aufwand produziert - und auch nicht auf die von dir beschriebene Zielgruppe ausgerichtet.
      Koihime Musou hat zwar auch eine Menge Cute Girls, aber statt "Doing Cute Things" würde ich es eher als Actionserie sehen. Kein besonders gute Plot - kompliziert ja, aber nicht wirklich gut - aber nett anzuschauen und mit sympatischen Charakteren.
      Das mit den Anreden finde ich jetzt nicht so problematisch. Das ist halt typisch für die Japanische Sprache, dass die Leute eher mit ihrem Namen/Titel angesprochen werden und nur selten mit einem Du/Sie. Und da Priestess GS niemals mit "kimi" oder "anata" ansprechen würde, bleibt ja nur Goblin Slayer-san. Gleiches gilt für die Psychoschwester und ihr "onii-sama". Wenn die Anrede das einzige wäre, hätte ich da überhaupt kein Problem... Ist es aber leider nicht.
      Sore wa himitsu desu.
    • Luthan 2.0 schrieb:

      Mahouka hat eher andere Probleme: Es ist harem-baitig, auch wenn der Fokus woanders liegt. Weil durch die OPness des Main alle auf ihn stehn. Und die Schwester ist extrem nervig und der Main eher nicht sympathisch. Da fehlen dann irgendwo auch die sympathischen Chars. Und er wirkt mir - als Nicht-Novel-Kenner - zu gestreckt, da die Arcs im Anime mir zu lang dauerten. Es gibt genug Anime (die auch auf Novels basiern) wo es intensiver nach Harem wirkt, aber angenehmer zu gucken ist, weil man flotter durch die Arcs kommt und die Chars angenehmer sind. Strike the Blood, Madan no Ou to Vanadis zum Beispiel.
      Da muss ich dich etwas korrigieren. Mit seiner "OPness" hat es nichts zu tun. Eine jede hat ihre ganz eigenen Gründe. Was seinen Charakter betrifft so ist dieser eher der Geschichte geschuldet. Das die Arcs. dir länger vorkommen kann man damit begründen das es sich sehr häufig um Mehrteiler handelt. Dazu muss am aber auch sagen das Mahouka wahrlich keine einfache Novel an sich ist. Dementsprechend ist es nicht etwas für jedermann.

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