Rechtsextreme Beiträge im Forum - ich fordere den Bann für User, die Beiträge wie TaZ posten

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  • Ich finde es schon weird, wenn man einfach so ein Forum verlässt, wenn einem Beiträge anderer nicht passen - man kann einfach ja über was anderes diskutieren.
    Das meinte ich mit meinem Beitrag auch. Ich verstehe ja, wenn Ammi ihre Konsequenz daraus zieht und die dann lautet TaZ zu blockieren oder so. Aber diese Reaktion ist mir halt unverständlich den ganzen Rest mit zu verlassen, weil einem eine Sache daran stört. Und selbst wenn würde ich allerhöchstens inaktiv werden. xD
  • chibi` schrieb:

    (Das TaZ in seiner ersten Reaktion auf diesen Thread auch direkt die Opferrolle einnimmt [Stichwort Unterdrückung "anderer" Meinungen] ist dann wieder so typisch...)
    [...]
    Persönlich bin ich kaum betroffen, weil ich in den meisten Themen, in den TaZ mit derartigen Postings auffällt, nicht wirklich aktiv bin. Wäre ich es, würde ich mich wahrscheinlich genauso wie Ammi darüber ärgern, ständig solch eine - entschuldigt meine Wortwahl - Scheiße lesen zu müssen. Diesen Mist lese ich schon während meines beruflichen Alltags oft genug...
    Was für eine Rolle würdest du jemanden denn sonst zuweisen, dessen Bann gefordert wird? Erinnert mich ein wenig an die rechten Parolen, die ich auf Voat höre: "The Jew shrieks out in pain, as he strikes you." Das Thema hätte man auch anstoßen können, ohne mich persönlich zu attackieren. Mittlerweile wurde das zwar schon editiert, aber als ich hier den ersten Post gemacht hatte, hieß der Thread noch "Ich fordere den Bann von TaZ".

    Wenn wer was scheiße findet, kann er es ja ruhig sagen. Am besten immer auch noch gleich warum. Aber Achtung, daraus könnte ein Gespräch entstehen. Sich über ein paar lustige Bilder derart aufzuregen, finde ich allerdings schon bedenklich.
  • @TaZ
    Allerdings kann niemand beweisen, dass es Gott gibt oder nicht gibt, also kann auch niemand sagen, ob das Weltbild falsch ist. Ganz ausschließen möchte ich aber nicht, dass das eigene Weltbild erschüttert werden kann. Wenn z. B. ein Flat-Earther ins Weltall fliegt, um zu beweisen, dass die Erde eine Scheibe ist, und sieht, dass sie es doch nicht ist, dann würde er wohl sagen, dass sein Weltbild falsch ist. Oder auch nicht.

    Moralvorstellungen, um die es hier ja geht, sind aber immer subjektiv. Da kann niemand außer man selbst sagen, ob sie richtig oder falsch sind, und wer verneint schon seine eigenen? Zumindest in der Gegenwart hält jeder seine Moralvorstellungen für richtig, man kann höchstens im Rückblick sagen, dass die Moralvorstellungen falsch waren. Ich selbst würde aber nicht von falsch sprechen. Ich bin im Laufe der Zeit moralischer geworden, nie amoralischer, deswegen sag ich lieber, dass meine Moralvorstellungen sich immer noch in Entwicklung befinden.

    Was genau ist iRL denn anders, dass es da geht?
    In der Realität ist es schwerer, sich zu verstellen. Gestik, Mimik, die Art, wie gesprochen wird, verraten schon einiges.

    Aber genug abgeschweift.

    @Rippuvan
    Ich verstehe ja, wenn Ammi ihre Konsequenz daraus zieht und die dann lautet TaZ zu blockieren oder so. Aber diese Reaktion ist mir halt unverständlich den ganzen Rest mit zu verlassen, weil einem eine Sache daran stört.
    Das ist nur eine Vermutung, ich kenn Ammi nicht, aber ich nehm an - alleine schon wegen ihrem Avatar - dass sie politisch links ist und jemand, der links ist, boykottiert in der Regel ein Forum, das rechtsextreme Inhalte duldet. Vielleicht ist ihr die Stimmung im Forum einfach zu weit rechts.

    Es ist meiner Meinung nach wichtig, dass der Staff - und nur der - eine eindeutige Entscheidung trifft. Entweder werden solche Postings geduldet oder nicht und die Entscheidung sollte den Forenmitgliedern auch mitgeteilt werden. Sonst bleibt ein schwelender Konflikt zurück und man verliert am Ende mehr Mitglieder als durch die Entscheidung.
  • TaZ schrieb:

    Aber Witze zu verbieten finde ich nicht gut. Hat für mich auch etwas Bevormundendes. "Du gehörst zu einer Klasse von Menschen, über die man keine Witze machen darf, weil du nicht mit uns gleichgestellt bist", lese ich da irgendwie heraus. Wenn jemand anders für mich entscheiden will, dass man über mich keine Witze machen darf, käme ich mir schon sehr verarscht vor. Wie kann man jemanden, den man mit Samthandschuhen anfassen muss anständig in die eigene Gruppe integrieren? Da ist Ärger doch vorprogrammiert
    Witze können leider einen negativen Effekt haben und Vorurteile verstärken, vor allem wenn ein bestimmtes Vorurteil Voraussetzung ist, um über den Witz zu lachen. Man lacht und denkt sich „Haha ja. Ist wirklich so.“ Unbewusst kann sich so die Meinung bestimmter Menschengruppen verringern. Natürlich gibt es Unterschiede zwischen Menschen und die meisten Witze haben irgendwo einen wahren Kern oder ein selbst erlebtes Ereignis als Basis, aber inbesondere die Generalisierung ist hier gefährlich. Das erlebt man ja auch bei den politischen Seiten z. B. bei Begriffen wie SJW, Nazi etc.

    TaZ schrieb:

    "Keine Toleranz der Intoleranz" ist auch nur eine dumme Parole die einen vor der Selbstreflexion schützt, weil es das Miteinander von vornherein ausschließt. Ist nicht anders als "Ausländer raus". Da geht es nicht darum miteinander klarzukommen, sondern "die anderen" zu vertreiben.
    Wie gesagt, es geht darum zu bewerten, welches Verhalten tolerierbar ist und welches nicht. „Keine Toleranz der Intoleranz“ ist eine sehr kontextbedingte Parole und isoliert auseinander gepflückt weist sie viele Probleme auf, denn tatsächlich meint sie „Keine Toleranz den Leuten, die intolerant gegenüber Leuten aufgrund bestimmter Eigenschaften (z. B. Nationalität, Sexualität, Geschlecht etc.) sind, gegenüber denen man nicht intolerant sein sollte, damit wir gemeinsam in Harmonie leben können“ oder so ähnlich. Das klingt komisch (keine Intoleranz gegenüber Dingen, denen man nicht intolerant gegenüber sein sollte), ist aber nichts weiter als der Versuch einer Bewertung von Dingen, die erlaubt/toleriert werden sollten, müssen etc., damit sich viele lieb haben können.

    Horst_Humpendiek schrieb:

    Es ist meiner Meinung nach wichtig, dass der Staff - und nur der - eine eindeutige Entscheidung trifft. Entweder werden solche Postings geduldet oder nicht und die Entscheidung sollte den Forenmitgliedern auch mitgeteilt werden. Sonst bleibt ein schwelender Konflikt zurück und man verliert am Ende mehr Mitglieder als durch die Entscheidung
    Ich werde hiernach auf jeden Fall eine Änderung ankündigen und versuchen diese so klar wie möglich zu vermitteln.
  • kann ammis schritt nachvollziehen. das forum hat echt nen anderen vibe bekommen. verströmt diesen miserable white guy vibe, den man auch image boards spürt.
    und damit ist nicht nur taz gemeint.


    wie wärs einfach bestimmte user für bestimmte bereiche zu sperren?
  • Horst_Humpendiek schrieb:

    Moralvorstellungen, um die es hier ja geht, sind aber immer subjektiv. Da kann niemand außer man selbst sagen, ob sie richtig oder falsch sind, und wer verneint schon seine eigenen?
    Ich bin mir nichtmal so sicher, ob ich selbst überhaupt Moralvorstellungen habe. Moral ist eine schwer greifbare Sache. Aber wenn es darum geht Dinge zu beurteilen, greife ich nie bewusst auf eine Moral zurück. Ich stimme mit vielen gängigen Moralvorstellungen überein, begründe diese aber nicht damit, dass sie moralisch sind und darum beachtet werden müssen, sondern damit, dass man aus ihnen heraus einen Nutzen ziehen kann und man sich darum dran halten sollte. Sehe ich keinen Nutzen hinter einer Moralvorstellung, so sehe ich auch keinen Grund sie aufrecht zu erhalten. Fände es spannend zu erfahren, wie Leute, die ihre Moralvorstellungen als Basis nehmen bspw. von ihnen abkommen. Als Beispiel einer jüngst aus der Mode gekommenen Moralvorstellung gäbe es da die "kein Sex vor der Ehe". Oder hat sich die dann einfach nur nicht in der nächsten Generation etabliert? Aber warum nicht?


    Die einfachste Lösung des Problems wäre, wenn manche Leute einfach mal chillen könnten und sich nicht von lustigen Bildern im Internet auf den Schlips getreten fühlten. Es ist schon sehr absurd, dass ein lustiges Bild ernsthaft als problematisch empfunden wird, weil <insert weird train of thoughts>. Aber noch viel absurder ist die angestrebte Problemlösung dieser Leute des Ausgrenzen und Verbannens. Das ist ja letztendlich nur das Eingeständnis, dass man keine Argumente hat.

    Einer der Holocaust-Leugner von 4chan hat das mal auf den Punkt gebracht und ich distanziere mich ausdrücklich davon und von den üblichen Parolen (es ist halt 4chan), aber es fassts eigentlich ganz gut zusammen, die Schneeflocken wollen entweder bannen was ihnen nicht passt oder verdünnisieren sich, wo das nicht geht. Keine Bereitschaft zur Koexistenz. Aber die andere Seite als intolerant beschimpfen.

  • @Neal
    Keine Hetze gegen gezielte Mitglieder. Ich hab nicht aus Spaß den Startbeitrag und Threadtitel editiert, nur damit wer anders sich den nächstbesten Nutzer sucht, um ihn (partiell) zu bannen.

    TaZ schrieb:

    die Schneeflocken wollen entweder bannen was ihnen nicht passt oder verdünnisieren sich, wo das nicht geht. Keine Bereitschaft zur Koexistenz. Aber die andere Seite als intolerant beschimpfen
    Du machst dir das zu simpel. Du betrachtest gar nicht, wer auf der einen und wer auf der anderen Seite steht. Auf der einen Seite sind eben diejenigen, die eine ganz große DEALWITHIT-Sonnenbrille auf den Augen habe. Nach dem Motto "Werd härter du Weichei!". Natürlich ist das die Art von Mensch, die sich eben nicht verdünnisiert, vor allem weil es auch im Großteil der Fälle nur "Möchtegern-Hartgekochte" sind, da sie ihr Leben undiskriminiert genießen können. Schließlich ist das einzige, was man gegen diese Personen sagt "Hört auf zu diskriminieren", während es von der anderen Seite bis hin zur Existenzaberkennung geht (z. B. Transgender) und in manchen Gegenden natürlich die Todesstrafe.

    Damit wären wir wieder "ein paar" Jahre zurückversetzt. Kriegsflüchtlinge wären Feiglinge, die für ihr Land hätten sterben sollen etc.

    Die "harten" Typen werden halt nicht unterdrückt. Das, was von der anderen Seite kommt, ist meist völlig harmlos. Warum sollte sowas jemanden vertreiben? Überzogenes Beispiel: Ein Mörder wird auch nur durch Gesetze vertrieben/eingesperrt. Wovor sollte eine Gruppe A, die keine Skrupel vorm Töten hat, Angst haben, wenn deren Gegner gegen's Morden sind? Dass sie ihnen sagen "Das geht aber gar nicht"? LOL. Folglich flüchtet Gruppe B aus Murder Town nach den ersten Opfern und Gruppe A bleibt unter sich und hat keine Gegner mehr. Sie können nun wunderbar reagieren und sich sagen "ja mei, hier war alles erlaubt und wir sind übergeblieben; folglich ist unsere Weltansicht die beste!!!".

    Natürlich finden die wenigsten Töten ok. Den meisten ist klar, dass dort die Grenze überschritten ist. Wie es mit tagtäglichen Beleidigungen, Diffamierungen und Rechtsbeschneidungen aussieht, ist aber eine andere Frage und da finden mehrere es okay, solange es nicht sie selbst sind. "Warum sollten Homosexuelle Kinder adoptieren können?" "Warum muss ich eine Transfrau als Frau bezeichnen, wenn _er_ doch als Mann geboren ist?" - sowas sehen viele nicht ein. Der Aufwand dafür ist im Grunde keiner und negative Nachwirkungen haben oft nur mit Diskriminierung zu tun ("aber Kinder von Homosexuellen werden doch gehänselt; deswegen dürfen die nicht adoptieren!" <- Problem erkannt?).

    Also ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich finde es schon ziemlich arm, das jetzt als Argument zu benutzen, dass Leute sich "verdünnisieren". Nun, immerhin gibt es ausreichend Möglichkeiten, um heutzutage auszuweichen, wenn man sich etwas nicht mehr gefallen lassen möchte. Und ja, es gibt leider viele Schneeflocken, die es übertreiben mit ihren Forderungen. Natürlich ist das so.
  • Das Beispiel mit dem Töten funktioniert nicht, weil niemand tatsächlich angegriffen wird. Und ich sehe auch nicht ein, warum ich Leuten sprachlich entgegenkommen soll, nur weil sie es wollen. Wünschen kann sich jeder was er will, aber niemand ist dazu verpflichtet dem nachzukommen. Als ich früher mal im Profil mein Geschlecht auf weiblich geändert hatte, musste ich das auch rückgängig machen, obwohl ich das viel besser fand, weils farblich zum Avatar gepasst hatte. Ich hab nichtmal drum gebeten anders angesprochen zu werden, aber den Haken an der anderen Stelle zu setzen, war schon verboten.

    Es ist ein Armutszeugnis, wenn man auf der einen Seite Toleranz fordert, aber auf der anderen Seite einfach geht, wenn man selbst zur Toleranz nicht in der Lage ist. Wenn Leute aus der Nachbarschaft wegziehen, nur weil die neuen Nachbarn Schwarze sind, ist das ja auch kein anderes Verhalten, aber da würde man sie gleich als Rassisten diffamieren. Ich hab nichts dagegen, wenn Leute gehen. Ist ein freies Land. Aber wer Wasser predigt und Wein trinkt, ist halt ein Heuchler und wer Toleranz fordert, aber der Toleranz nicht fähig ist, auch.

    Ich kann Transfrauen tolerieren, aber deswegen werde ich sie nicht wie Frauen behandeln. Maximal vortäuschen, um meine Ruhe zu haben. Toleranz und Akzeptanz sind zwei völlig verschiedene Konzepte, das sollte man nicht durcheinander bringen. Es ist mir auch schleierhaft, wie man Leute akzeptieren kann, die sich selbst nicht akzeptieren können. Wäre ich ein Kerl im Frauenkörper, würde ich nie auf die Idee kommen, meinen eigenen Körper zu verändern, sondern damit anfangen, den vermeintlich falschen Körper zu akzeptieren und das beste daraus zu machen. Ist man männlich genug, kann man auch im Frauenkörper Mann sein. Den Protagonisten in Youjo Senki habe ich bspw. nie als Frau wahrgenommen, sondern nur als Mann, auch in seinem Frauenkörper. Einfach weil er sich wie einer verhält. Den würde ich sogar mit männlichen Pronomen anreden, einfach weil es natürlich wär. Aber das ist halt wie mit Respekt und muss verdient werden, wenn man im falschen Körper steckt.
  • @TaZ
    Und andere Menschen handhaben es anders. Ich denke nicht, dass es notwendig und möglich ist, die Ansichten und Gedanken seiner Mitmenschen wirklich zu verstehen. Aber man muss einen Kompromiss finden, sonst ist ein Zusammenleben nicht möglich. Dieser Kompromiss wird einige benachteiligen. Das ist unausweichlich. So wie analog dazu das Strafrecht einem Menschen einen Teil seiner Rechte nimmt, wenn er vorher die Rechte anderer Menschen gebrochen hat.

    Als Beispiel einer jüngst aus der Mode gekommenen Moralvorstellung gäbe es da die "kein Sex vor der Ehe". Oder hat sich die dann einfach nur nicht in der nächsten Generation etabliert? Aber warum nicht?
    Moralvorstellungen sind subjektiv. Jeder kann sich sagen: Das ist Unsinn, daran halt ich mich nicht mehr. Wenn das genug Leute machen, verschwinden die Idee langsam und da unserer Wesen maßgeblich von außen beeinflusst wird, hört sie auf zu existieren, wenn niemand mehr da ist, der sie weiterträgt.

    Die einfachste Lösung des Problems wäre, wenn manche Leute einfach mal chillen könnten und sich nicht von lustigen Bildern im Internet auf den Schlips getreten fühlten. Es ist schon sehr absurd, dass ein lustiges Bild ernsthaft als problematisch empfunden wird, weil <insert weird train of thoughts>. Aber noch viel absurder ist die angestrebte Problemlösung dieser Leute des Ausgrenzen und Verbannens. Das ist ja letztendlich nur das Eingeständnis, dass man keine Argumente hat.
    Du akzeptierst die Argumente nicht, da sind sie schon. Anders herum gefragt: Was spricht denn dagegen, Menschen zu verbannen, die gegen Regeln des Zusammenlebens verstoßen? Wenn ein Forum nach einem Bann zu einem glücklicheren Ort wird, ist der Bann gerechtfertigt. Er ist das geringere Übel. Ich will damit nicht sagen, dass ich fordere, dass du gebannt wirst, falls es so rüberkam.

    Und für jeden Menschen gibt es irgendwann einen Punkt, ab dem er nicht mehr gelassen bleiben kann. Natürlich kann man der Gegenseite immer absprechen, dass ihre Aufregung gerechtfertigt ist, aber wirklich viel bringen tut es nicht.

    Es ist ein Armutszeugnis, wenn man auf der einen Seite Toleranz fordert, aber auf der anderen Seite einfach geht, wenn man selbst zur Toleranz nicht in der Lage ist. Wenn Leute aus der Nachbarschaft wegziehen, nur weil die neuen Nachbarn Schwarze sind, ist das ja auch kein anderes Verhalten, aber da würde man sie gleich als Rassisten diffamieren. Ich hab nichts dagegen, wenn Leute gehen. Ist ein freies Land. Aber wer Wasser predigt und Wein trinkt, ist halt ein Heuchler und wer Toleranz fordert, aber der Toleranz nicht fähig ist, auch.
    Ich kann den Standpunkt nicht nachvollziehen. Alle Menschen, ausnahmslos alle, sind widersprüchlich und wertend. Toleranz gilt nie für alles und jeden, sondern nur unter bestimmten Bedingungen und nur für bestimmte Gruppen. Oder wie ich schon mal sagte: Kein Mensch ist perfekt. Jemandem vorzuwerfen, dass er selbst Makel hat und seinen eigenen Idealen nicht gerecht wird, ist kein schlüssiges Argument, weil Menschen nun mal so sind.

    Das Problem fängt schon damit an, dass der komplexe Sachverhalt sich nicht auf das eine Wort Toleranz reduzieren lässt. Wir sprechen über Menschen, die seit Ewigkeiten aus ziemlich nichtigen Gründen schlecht behandelt werden. Diese Menschen wollen nicht mehr schlecht behandelt werden. Darum geht es.

    Du siehst z. B. Transfrauen nicht als Frauen an, sagst du. Kann man nichts machen, kein Menschen kann steuern, wie er andere sieht. Du kannst aber steuern, wie du dich gegenüber anderen Menschen verhältst, also was du sagst und tust. Und dafür bist du verantwortlich.

    Natürlich kannst du Menschen schlecht behandeln, aber du musst damit rechnen, dass die Menschen und ihre Fürsprecher sich dagegen wehren und wenn sie genug politische Macht haben, dann können sie dir auch Rechte wegnehmen.
  • Hiermit kündige ich den neuen Regelsatz an, der innerhalb der nächsten Tage in Kraft treten wird. Jeder Nutzer wird dann aufgefordert, den neuen Regeln zuzustimmen. Wer ablehnt, dessen Account wird deaktiviert, solange er den Regeln nicht zugestimmt hat. Diese Regeln werden dann auch umgesetzt und es wird entsprechend geahndet.

    Der Regelsatz soll aber vor allem deutlich machen, WANN moderationstechnisch eingegriffen wird und wann nicht. Selbst mit den deutlich mehr Worten gibt es immer noch keine 100%ige Genauigkeit, aber ich hoffe, es gibt dadurch ein wenig mehr Klarheit.

    Zusammengefasst sind die größten Änderungen zum einen, dass man mit Witzen auf Kosten anderer Personen vorsichtig sein sollte. Grund dafür ist die negative Auswirkung in der Gesellschaft auf diese Personen sowie die Verharmlosung diverser diese Personen betreffende Probleme. Zum anderen gibt es eine Spezialregelung, die sich auf eine gewisse Rhetorik bezieht. Dazu bitte ich die Regel genau zu lesen. Das Ziel dahinter ist, dass sich hier jeder wohlfühlen kann und sich nicht mit Schubladenrhetorik in eine Ecke gedrängt fühlen muss - ob es ihn selbst oder seinen Freundeskreis betrifft. Ebenfalls relevant sind die Auswirkungen einer solchen Rhetorik, siehe das nationalsozialistische Deutschland.

    Eli schrieb:

    Änderungen bezüglich der Duldung diskriminierender Aussagen:
    • Eines oder mehrere der folgenden Kriterien müssen erfüllt sein, um als unerwünschte diskriminierende Aussage zu gelten
      1. Der Wert eines Menschen wird allein aufgrund seiner Herkunft, Sexualität oder seines Geschlechts herabgesetzt. Hierbei handelt es sich um kein exklusives Oder. Indes ist die Geschlechtsidentifikation gesellschaftlich anzuerkennen. Eine Nicht-Anerkennung hinsichtlich all dieser Bereiche wird ebenfalls als Diskriminierung aufgefasst. Mit Herabsetzung ist gemeint, dass die jeweilige Personengruppe in einer Tätigkeit eingeschränkt werden soll aus allein dem Grund, dass jemand zu dieser Personengruppe gehört und nicht aufgrund der individuellen Eigenschaften der einzelnen Personen. Davon ausgenommen sind Staatsbürgerschaften, Nationalmannschaften, Fairness im Sport, biologisch und medizinisch bedingte Themen sowie sehr ähnliches und alles was darunter fällt.
      2. Aussagen, die dazu dienen, das gesellschaftliche Ansehen einer der unter 1) erwähnten Personengruppen zu schmälern, führen zu Diskriminierungen dieser und werden folglich als Diskriminierung betrachtet.
      3. Witze, die auf Kosten der unter 1) erwähnten Personengruppen geschehen, führen ebenfalls zu Diskriminierungen dieser Personengruppen. Witze gehen genau dann auf Kosten einer Personengruppe, wenn der Witz dahinter auf eine Verschmähung dieser zurückzuführen ist oder wenn der Witz ein diskriminierendes Weltbild voraussetzt, um einen Lacher ernten zu können. Witze über einfache Eigenheiten, die den Wert der Personengruppe nicht wirklich herabsetzen, sind weiterhin okay.
      4. Mit Einschränkung gehören zu den erwähnten Personengruppen auch Gläubige, solange deren Glaube nicht das oben erklärte diskriminierende Verhalten aufweist. Hierbei zählt der individuelle Glaube, nicht der konstitutionelle. Die Moderation behält sich vor, noch weitere Personengruppen hinzuzuzählen, die in einer vergleichbaren Situation sind.
    • Schubladen-Rhetorik wird fortan als unerwünscht gesehen. Folgendes wird darunter verstanden:
      1. In der Wortwahl wird vermehrt auf Kategorisierungsbegriffe wie "Weiß", "Schwarz", "Flüchtling" etc. gegriffen, um hervorzuheben, dass bestimmte Gruppen etwas, das gesellschaftlich als schlecht anerkannt wird, begangen haben oder das Gegenteil. Damit sind vor allem auch Neuigkeiten gemeint, in denen man es für besonders erwähnenswert hält, dass ein bestimmter Täter einer bestimmten Nationalität etc. angehört. Wenn jemand differenziert darüber berichten möchte, so soll derjenige die sozialen/kulturellen Umstände des Täters als Hinweis erwähnen.
      2. Schubladen-Rhetorik wird nicht nach vereinzelten Ausrutschern geahndet, sondern erst nach einer gewissen Regelmäßigkeit. Ausgenommen hiervon sind gravierende Formulierungen, wie z. B. in diesem Zitat, das TaZ in einem Beitrag eingefügt hat.

  • Dies wird noch als Zusatz hinzugefügt:
    Erläuterung hinsichtlich Anerkennung der Geschlechtsidentifkation:
    • Der ernst gemeinte Wunsch als ein bestimmtes Geschlecht angesehen zu werden ist zu respektieren
    • Kritik an übereilter und/oder gesellschaftlich aufgezwungener Transition ist weiterhin erlaubt (sofern es einen Anlass gibt und man sich differenziert damit auseinandersetzt)
    • Das Verhalten dieser Personen zu kritisieren ist genauso erlaubt wie bei jeder anderen Person; die Regeln haben den Zweck grundlose Diskriminierung gegen jede Art von Person zu unterbinden und keiner hat Sonderrechte

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