Deutsches Fernsehen: Filme, Serien, Schauspieler

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    • Deutsches Fernsehen: Filme, Serien, Schauspieler

      Dieser Thread soll dem Austausch über das Deutsche Fernsehen dienen.
      Deutsch hier im Sinne von "deutschsprachig" gemeint - also auch österreichische und schweizerische Produktionen und Schauspieler hier gern gesehen.
      (Französische Sachen die auf Arte liefen würde ich hier aber auch gelten lassen - da das ja so eine Art Kooperation ist zwischen Deutschland und Frankreich - dieser Sender.)

      Um was es hier NICHT gehen soll:
      Nachrichten, Dokumentationen, "Shows" (irgendwelcher Casting-Kram oder andere Shows, in denen sich C-Prominente inszenieren dürfen) oder anderer Kram der nicht Film oder Serie oder Schauspieler ist.

      Film:
      Hier sind nur Fernsehfilme gemeint, also solche die nicht speziell fürs Kino produziert wurden. Gerne auch Mehrteiler oder Film-Reihen (a la Tatort).

      Serien:
      Serien - ob mit der Länge von ca. 40-50 Minuten je Episode oder auch kürzerer Dauer. Das spielt hier keine Rolle. "Daily Soaps" sind ja auch serien-ähnlich (halt ne Serie die täglich ne neue Episode kriegt) - somit auch erlaubt.

      Schauspieler:
      Alles was Rang und Namen hat - in der deutschen Fernsehwelt. Gern aber auch Unbekanntere. Nur halt keine reinen Kino-Schauspieler. Wenn die nebenher auch mal im TV aktiv waren dann sind die natürlich gern auch hier gesehn - aber dann auch bitte Bezug zu deren TV-Aktivitäten nehmen.





      Ich mach auch mal direk den Anfang - werde zu einigen Sachen nur eher kurze Meinungen geben können (da vieles schon länger her ist). Bestimmte Perlen sollten aber halt doch erwähnt werden.


      Inspektor Jury (Film-Reihe, basierend auf Büchern der amerikanischen Schriftstellerin Martha Grimes)
      Ich muss zugeben: Klassischen Krimi-Kram mag ich eher weniger. Wegen Fritz Karl hab ich mal reingeguckt - ich mag den Schauspieler. Mir hatte der erste Teil dann auch gefallen, so dass ich die weiterne guckte - die mir auch gefielen (mittlerweile 3 Teile, so alle 1,5 Jahre scheint ein neuer zu erscheinen). Schon interessante Kombination: Amerikanische Autorin schreibt über britischen Detektiven - verfilmt von Deutschen. :D

      Der Charakter Jury ist recht sympathisch und Fritz Karl setzt ihn auch gut um. Die Geschichten fand ich jetzt nich sooo besonders. Aber lockere Unterhaltung mit ab und zu auch mal spannenden oder amüsanten Momenten drin.

      Duell der Brüder – Die Geschichte von Adidas und Puma (Film) und Die Dasslers – Pioniere, Brüder und Rivalen (Zweiteiler)
      Verfilmung der Geschichte der Dassler-Brüder - Gründer von Adidas und Puma. Wusste vorher nicht mal, dass der Name Adidas von Adolf "Adi" Dassler stammte - und dass die Firma Puma von seinem Bruder gegründet wurde.

      Ich habe beide gesehen - obwohl ich selber sehr sportfaul bin und kaum Produkte dieser Firmen besitze. Ist aber historisch eben interessant, da das ja alte und wichtige Unternehmen sind, die heute noch existieren. Fand den ersten Film - Einteiler von RTL - besser. Das Pacing und Ende waren schneller. Die Charaktere kamen dadurch irgendwie besser rüber.

      Der Zweiteiler mag eventuell mehr historisch korrekt gewesen sein. Aber da wär mir dann ne Doku auch lieber gewesen. Gerade in der ersten Hälfte hatte der gewisse Längen. In der zweiten Hälfte dann etwas interessanter, da ja auch der zweite Weltkrieg vorbei war und die Amerikaner dann anrückten und es mit der Rivalität zwischen den Brüdern richtig losging, als beide ihre eigene Firma gründeten.





      Edel & Starck (Fernsehserie mit 52 Episoden in 4 Staffeln)
      Eine absolut geniale Serie. Der Humor/Stil bleibt eigentlich über die Dauer der Serie gleich. Der ein oder andere regelmässige Nebenchar wechselt mal bzw. die eine Freundin macht Karriere von Staatsanwaltschaft zur Richterin. Ansonsten kann man das recht früh einschätzen. Einfach mal 2-3 Episoden gucken - dann merkt man ob die Serie einem zusagt oder nicht.

      Ist so ne "Anwalts-Serie" - mit einem männlichen und einem weiblichen Charakter. Der Humor zieht sich hauptsächlich aus den Chars ... deren Verhalten und Umgang miteinander. Manchmal auch ganz lustige Fälle bzw. solche in die lustige Szenen eingebaut werden. Die Nebenchars unterstützen das alles.

      Man hat dann quasi oft Mann vs. Frau - Argumentationen zum Beispiel. Treffen sich die beiden Hauptcharaktere zum Frühstück am Cafe und lesen Zeitung und der Mann kommentiert irgendwas und zieht Vergleiche mit der Steinzeit heran.

      Der Lehrer (Fernsehserie mit 53+ Episoden in 5+ Staffeln)
      Die Serie läuft noch. Ist eigentlich ganz gute Comedy (auch mal ernstere Szenen mit beigemixt). Vor allem für ältere Zuschauer die sich dadurch an ihre eigene Schulzeit erinnern können ganz cool - aber ... da es ja auch an die neue Jugend von heute angepasst ist - auch für solche interessant die aktuell noch zur Schule gehn oder bei denen Schule noch nicht so lang her ist.

      Die typischen Schüler-Problemchen verbaut und immer mal spezielle Probleme. Darüber hinaus episodenübergreifender Plot mit jeweils aktuellen Schülern (die aber dann auch mal wechseln, da vergehen ja Schuljahre). Und episoden- und staffelübergreifender Plot mit den Lehrern (bei denen auch romantische Beziehungen eingebaut wurden). Hauptsächlich von den Lehrern kommt aber der gute Humor.

      Herrlich wie sich der Rektor (Günther Rose) über den Protagonisten Stefan Vollmer aufregen muss.

      Charité (Serie) (Fernsehserie mit 6 Episoden in 1 Staffel, eine weitere Staffel ist geplant)
      Nachdem ich den Zweiteiler über die Dasslers geguckt habe - der enttäushte - dann erst unmotiviert gewesen, dass die Serie über die Charite angeht. So mag ich doch Krankenhausserien eher weniger. Und die Zeit zu der die Serie spielte auch eher weniger - außer es geht um Krieg, Politik und so.

      Die Serie hat aber positiv überrascht. Kritiker meinten man hätte zu viel reingepackt - auch ne Frau und die Thematik, dass Frauen damals (noch) nicht studieren durften. Gut die eine Szene mit der Wahrsagerin und die lesbische Anspielung - hätten nich sein müssen (das hatte auch weitergehend nich zu viel Bedeutung). Aber ansonsten fand ich es gut, dass man mit Ida Lenze eine weiblichde fiktive Person reingebracht hat. Deren Geschichte war gut - auch die romantischen Interessen. Das hält den Zuschauer bei der Stange. Soll ja auch unterhalten - sonst hätte man ne Doku machen können wenn nich.

      Es werden einige wichtige dt. Ärzte/Wissenschaftler gezeigt. Darunter Virchow, Koch, Behring und Ehrlich. Das ist eigentlich auch der Hauptplot - deren Handlungsstränge. Hauptfokus haben Koch und Behring/Ehrlich. Koch durfte erst mal - auf der Suche nach einem Tuberkulose-Medikament - versagen. Nebenbei wird seine Beziehung zu einer blutjungen Theater-Darstellerin gezeigt. Behring/Ehrlich quasi Rivalen, die erst Koch bewundern - sich dann aber absetzen und am Ende mehr erreichen (Diphterie-Medikament bzw. Impfung). Das kommt gut rüber ... bissl Rivalität und die fiktive Romanze mit Ida Lenze und Behring - aus der dann am Ende nix wird, da man.

      Dazu ein fiktiver Student, der auch als Love Interest von Ida Lenze dient. Und bissl vermittelt, wie es in der damaligen Zeit so zuging. Strenger Vater - und er muss Medizin studiern, obwohl er das gar nich will. Dazu Burschenschaften und die Mensur- an der er auch mal teilnimmt um seinen Vater zu beeindrucken. Der Kaiser kommt auch mal zu Besuch in die Charite und vor allem Virchow versucht dessen Gunst zu erlangen.

      Am Ende kommt dann auch mal Arthur Conan Doyle zu Besuch - durch den andere auf die Idee kommen mal die Daktyloskoie zu nutzen um jemanden zu übeführn. :D

      Irgendwelche Diakonissen und weltlichen "Wärterinnen" - da gabs auh bissl Konflikt, der beleuchtet wurde. Und dass eien Wärterin sich für nen Pflegeverein einsetzte - was damals wohl noch nicht so gern gesehen war (Richtung Gewerkschaft).

      War eigentlich alles recht rund und konnte man gucken. Die nächste Staffel soll dann Zeiten des Nationalsozialismus abdecken. Dürfte auch sehenswert sein.





      Fritz Karl (Österreichischer Schauspieler)
      Ich mag Fritz Karl einfach sehr gern. Er ist öfter vertreten bei Filmen auf ARD/ZDF - unter anderem auch bei den Inspektor Jury-Filmen. Er kommt eigentlich überall (ernst oder auch mal mehr Richtung Comedy) gut rüber. Aber eine gewisse Comedy bzw. auch in ernster Umgebung mal lustige Szenen - das kann er mit seinem "österreichischen Charme" recht gut.


      Es gibt noch sehr viele andere gute Schauspielerinnen und Schauspieler (Veronica Ferres, Katharina Thalbach, Mario Adorf, Friedrich von Thun, usw.) - aber da ich mich auch selten mit den Personen dahinter befasse und mehr mit den Rollen ... verzichte ich auch mal darauf, könnte eh nicht so viel dazu sagen. Außer dass sie geil sind und in guten Filmen dabei waren.

      Das soll hier erst mal als einleitender Post reichen.
    • RTL wagt sich ja neuerdings daran mehr dt. Serien in sein Programm zu nehmen.
      Die Serie Der Lehrer geht aktuell gewohnt gut weiter. Dazu hatte ich oben ja schon was geschrieben.

      2 neue RTL-Serien die aktuell laufen - aber nicht so gut ankommen (nichts neues im dt. Fernsehn, wo die Leute lieber den US-Kram sehen wollen):

      Sankt Maik (Fernsehserie mit aktuell 7+ Episoden in 1 Staffel)
      Gefällt mir eigentlich recht gut. Der Hauptdarsteller ist recht sympathisch und auch der Charakter den er spielt. Es geht um einen Kleinkriminellen der als falscher Pfarrer in einem kleinen Dorf landet, während sein Bruder in Berlin zurückbleibt und dort von nem größeren Kriminellen bedroht wird, wegen Schulden. Der Hauptcharakter möchte dann so ein goldenes Kunstwerk (Monstranz) stehlen, was sich jedoch etwas schwierig erweist. Nebenher muss er seine Rolle als Pfarrer spielen. Dabei hilft er dann letztendlich immer allen möglichen Leuten - das sind dan die episodischen Stories quasi. Jede Episode so ein neuer "Fall". Lustigerweise steht noch die Polizistin auf ihn ... und da entwickelt sich was.

      Ist halt schon bissl stark konstruiert, dass er genau da als Pfarrer (wie das passierte zeigte Episode 1 komplett) landete ... und auch bisher nicht aufflog. Aber unterhält mich.

      Beck is back! (Fernsehserie mit aktuell 7+ Episoden in 1 Staffe)
      Die Serie hat schlechtere Quoten als die andere neue Serie mit dem falschen Pfarrer die ich oben beschrieb. Mir hat sie auch weniger gefallen. Mit der Zeit etwas besser - ich gewöhnte mich dran. Aber da ist viel nerviger Krams mit verbaut. Es geht um nen Anwalt, der die Kinder erzogen hat - währen die Frau arbeitete. Frau hat Sex mit nem andern. Scheidung. Mann geht wieder arbeiten - als Pflichtverteidiger. War wohl in seiner Studienzeit gut, hat aber nie wirklich gearbeitt. Aber ist noch recht fit. Episodisch dann einzelne Fälle.

      Als Nebenhandlung ist die Frau karrieregeil und die Schwester/Stiefschwester vom Staatsanwalt mit dem sie Sex hatte - welcher sich auch immer mit dem Hauptcharakter streitet - will sie in die Politik bringen. Dazu müssen die Kinder zu ihr. Aktuell wurde da ne Anwältin engagiert die da was drehen soll ... nich ganz legal dem Kerl was unterschieben soll damit er als schlechter Vater dasteht. Wobei die Frau schon wieder zögerlich war. (Man will sie wohl nich ganz so böse rüberkommen lassen.)

      Dazu Nebenhandlung mit alter Studienfreundin vom Hauptchar die auf ihn mal stand und er auf sie. Die aber grad noch nen andern Lover hat.

      Alles "ganz okay". Vom Hocker gehaun haben mich die Fälle nich. Auch rechtlich is das nich so ganz schön aufgearbeitet. Die komische Haushälterin die als Rechtsanwaltsgefhilfin arbeitet soll für Humor sorgen und bricht immer irgendwo ein um an Beweise zu kommen damit der Main seinen Fall gewinnt. Und sie war angeblich Richterin in Ex-Jugoslawien. Das ist mir schon wieder zu übertrieben.

      Man merkt hier, dass es stärker auf Humor getrimmt ist. Aber das passt mir nich so. Kindische Streitereien zwischen Staatsanwalt, Richter und dem Main (am Anfang war es sehr schlimm). Hab irgendwo gelesen der Regisseur/Drehbuchautor will auch möglichst viele abwechslungsreiche Personentypen reinbringen. Die Staatsanwältin die schwanger is ... schön und gut, dass sie noch arbeitet trotzdem. Hilft gegen das klassischen Rollenbild anzukommen. Aber darauf Humor aufbaun, der nur noch zum Fremdschämen ist ... hätte nich sein müssen, dass sie sich den Bauch eincremt im Gerichtssaal und der Richter nen Kommentar dazu gibt.


      Ich gucke mal von beiden oben genannten Serien die Staffel 1 noch fertig. Mehr wird wohl eh nich nachkommen. Von Sankt Maik könnte ich mir vorstellen mehr zu gucken. Von Beck is back! eher nicht. Wobei bei Sankt Maik eher nen runder Abschluss passen würde damits fertig ist in 1 Staffel ohne offen für weitere zu sein. Wird aber wohl eher offen sein aber mangels Quoten nich weiter produziert.

      Hier noch bissl Links zu Infos über die Quoten:
      quotenmeter.de/n/99345/reicht-…en-sich-im-mittelmass-ein
      quotenmeter.de/n/99359/nach-st…tzt-erstmal-auf-konserven
      Es sind wohl noch weitere neue Serien geplant, deren Ausstrahlung man verschoben hat. Werd ich dann auch mal reingucken. Noch ne Anwaltsserie glaub mit ner Frau und ne Arztserie sollen das sein.
      Die Einstein-Serie von Pro 7 wurde da auch kurz erwähnt. Hab ich nie reingeguckt. Klang eher so als wär das nich so mein Fall. Ist wohl schon Staffel 2 und hat auch mit den Quoten zu kämpfen. (Irgendein Nachfahre von Einstein der wohl superintelligent ist aber Drogen nimmt hilft bei Kriminalfällen und Ermittlungen damit er nich wegen den Drogen in den Knast muss. Oder sowas in der Art ist glaub der Ausgangspunkt der Serie.)


      Dann hätte ich noch ne etwas "anspruchsvollere" Serie im Angebot. Von Arte (lief da gestern/heute, demnächst wohl nochmals im ZDF). Ist ne deutsch-luxemburgische Produktion. Ich hab die Serie vorab in der Mediathek von ZDF geguckt.

      Bad Banks (Fernsehserie mit 6 Episoden in 1 Staffel)
      Da könnt ihr mal googlen. Gibt aktuell sehr viele Rezensionen dazu. Zuerst fast nur positiv. Mittlerweile auch etwas gemäßigter/kritischer. Ich fand die Serie nicht so übermässig gut wie zuerst viele Newsseiten behaupteten. Soo spannend fand ich den Plot nun nich. Die Banken-Thematik auch nicht. Allerdings warn manche Charaktere cool. Bei einigen interessant zu sehe, wie sie sich entwickelten - was man nich erwartet hätte. Und man sieht die auch öfter privat, nich bei der Arbeit. Es geht quasi um ne Bank die Pleite is aber es verschleiert. Weibliche Hauptperson (das is mal gut) die von ner andern Bank dorthin kommt. Und zwei so Leiter von der Abteilung Investmentbanking wobei die eine die Ex-Chefin ist welche die weibliche Hauptperson in die andere Bank vermittelte um diese da ein bissl als Art Spionin einzusetzen.

      Dazu bissl drumherum und andere Chars. Kann man sich mal den Trailer reinziehn oder die Charakterinterviews in der Mediathek. Den Luc Jacoby fand ich ja gelungen. Erst Arschloch - und recht witzig wie er failte und auf Drogen war. Dann später will er seriös werden und ist wieder mit dabei und dreht Leuten Zeug an. Der geht gut ab beim Verkaufen.

      Gesprochen wird meist deutsch. Öfter auch mal englisch vor allem von dem einen der das cool findet. Manchmal luxemburgisch - mit Untertiteln dann. Weil die eine Bank/Ort in Luxemburg ist von der die Hauptcharakterin gefeuert wird und ihr Freund auch dort lebt.
      Trailer/Preview:
      Hier von Luc Jacoby das Interview: zdf.de/serien/bad-banks/erfolgsregel-luc-102.html

      Unten Links zu den andern. Die haben quasi von den wichtigsten Chars so ne Art Vorstellung in der dieser fast ein bissl erzählt von sich - ich nenns halt mal Interview. Dazu Szenen aus der Serie.
      Alle Episoden sind auch irgendwo in der Mediathek zu finden noch.
    • Trotz der vielen Anime die ich aktuell zu gucken habe, habe ich die beiden anderen RTL-Serien noch verfolgt. Die Anwalts-Serie mit der Frau fand ich sogar ganz nett - das Zusammenspiel zwischen weiblicher und männlicher Hauptperson passte und die Darsteller fand ich sympathisch. Die Arztserie war dagegen eher lame - gar nicht so mein Fall. RTL setzt bisher alles fort - mal gucken ob die Arztserie auch noch weitergehen wird - von den Quoten her war die noch schlechter als der andere Kram und die können ja nich alles weitermachen. :D Kostet ja Geld womit sie quotenträchtigere Sachen produzieren könnten. Aber irgendwie schon 2 Sachen mit Anwälten ... mit Ärzten sonst nix.

      Jenny - echt gerecht (Fernsehserie mit 10+ Episoden in 1+ Staffel)
      Richtet sich wohl eher an Frauen - da weibliche Hauptperson. Aber ich mach so Geschichten. Der Kerl ist auch sympathisch. Nur schade, dass die Frau die "Gute" ist (der Kerl später aber auch) - und nur irgendwie so als Hilfskraft dahin kommt. Hätte man ruhig auch mal umgekehrt machen können. Dafür aber als Nebencharaktere in der Kanzlei noch weibliche Anwältinnen - die Tochter vom Chef, mit der der Kerl zusammen ist. Konnte man gucken. Lustige Fälle. Gute Chemie zwischen den Chars. Ist jetzt nix besonderes - aber bietet halt die lockere Unterhaltung für zwischendurch.

      Besser als Beck ist Beck - hier warn nich so merkwürdige Szenen ... die ich ja da oben in entsprechendem Post schon beispielhaft manche erläuterte. Ich würde schon noch ein Stück weitergucken in der nächsten Staffel dann.

      Lifelines (Fernsehserie mit 10 Episoden in 1 Staffel)
      Arztserie mit Romance drin. Entweder ernste Fälle - oder ne lustige Truppe im Krankenhaus und Humor und mehr Richtung "Krankenhaus-Serie" ... hätte mir besser gefallen. Aber hier war das Krankenhaus zwar auch oft Handlungsort - aber schon mehr auf den männlichen Hauptchar und seine Love Interest fokussiert, die andern Leute kamen da zu kurz, die sonst noch im Krankenhaus warn. Die Fälle warn "okay" - oft zu übertrieben und immer so krasse Sachen. Natürlich fällt irgendwem kurz vor Schluss dann ne Lösung ein.

      Der Main ist natürlich total sexy und gleich ne Dreiergeschichte zwischen ihm und seiner Ex die er da wiedertrifft, als er von der Bundeswehr ins zivile Krankenhaus zurückkehrt. Und sie hat nen andern. Ich weiß nich ... sowas kann man wohl wirklich nur mögen, wenn man selber ne Frau ist und auf den Arzt dort dann steht. Kann ... müssen aber nich. Scheinbar kam die Serie wohl auch am Schlechtesten an, von allen bisherigen neuen Eigenproduktionen. Die junge Ärztin war aber schon süss. :D

      Also wie ich schon sagte: Mit weniger Fokus auf den Kerl und als Krankenhausserie die allen beteiligten gleich viel Wichtigkeit gibt - hätte man mehr raushole können. Weitergucken würd ich wohl nich, sollte man davon noch weiter produzieren. Da schon bei den andern Sachen genug dabei ist, wo ich mir mal die 2. Staffel noch antun werde.


      Ein kleines Highlight gibt es noch im Ersten (ARD) zu vermelden - wäre mir fast entgangen, hätt ich nich irgendwo auf ner News-Seite ein Bild gesehn und Fritz Karl erkannt und dadurch nen Artikel zur Serie gelesen:

      Falk (Fernsehserie mit 6 Episoden in 1 Staffel)
      Die Serie war einfach "angenehm". Sie hatte nen gewissen "Stil" und Fritz Karl passte recht gut da rein. Auch ne Anwalts-Serie. Aber man ist kaum vor Gericht. Der Charakter ist auch abwechslungsreich. Hat seine Schwächen. Bissl Romance auch mit drin. Aber nich so aufdringlich. Die Charaktere drumherum und die Fälle sind interessant und lustig.

      Hauptperson - gespielt von Fritz Karl - ist der Anwalt "Falk" (der wird immer nur so genannt). Sein Vater starb wohl früh an ner Krankheit und er denkt er hätte das jetzt auch bald. Am Kopf oder so ... Alzheimer oder sonstwas, weiß nich so genau. Er testet immer seine Erinnerung und geht zu ner Ärztin. Deshalb wollte er mit seiner verbliebenen Zeit was Sinnvolles anfangen: Ein Restaurant leiten. Damit failte er - weil er nich mit Geld umgehen kann. Chef seiner ehemaligen Kanzlei hat das Restaurant und will ihn "ködern", indem er ihm das Restaurant verspricht, wenn dieser ein paar Fälle übernimmt.

      Joa ... er wohnt dann noch im Hotel oder so. Hat ne Schildkröte die er im Kühlschrank in der Kanzlei "überwintern" lässt. Paar deutsche C-Promis (Hugo Egon Balder und Roberto Blanko) hatten in einigen Episoden ihre Gastauftritte.

      Kann man gucken - ich würd auch mehr davon gucken. Mochte den Stil und ich mag Fritz Karl. Ansonsten jetzt keine übermäßig spannende übergreifende Handlung oder so. Außer dass halt Falk das eigene Zwischenmenschliche nich so gut auf die Reihe kriegt (vor allem liebesmässig), wo er darüber hinaus eigentlich top ist und zwischen Mandanten privat vermitteln kann in Streitfällen (Mediation) - worum es halt meist ging, deshalb auch kaum vor Gericht.
    • Ich hab letztens mal zufällig abends eine Folge der Serie "Jerks" gesehen (mit Christian Ulmen und Fahri Yardim in der Hauptrolle) und so gelacht. Habe jetzt auch alle anderen Folgen gesehen und die Serie ist einfach super witzig. Klar, man schaut viele "lustige" Serien, aber ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal eine Serie gesehen hab, bei der ich alleine vor dem Fernseher saß und geweint habe vor lachen.
      Die beiden schlittern einfach von der einen unangenehmen Situation in die Nächste, manchmal kann man kaum hinsehen. Und wenn man denkt, es kann nicht mehr schlimmer werden, wird immer noch einer draufgesetzt. Freue mich schon auf eine dritte Staffel :love:
    • Jerks hat ein bisschen was von Entourage mit ner Mischung von Pastewka, mit den ganzen Leuten, die sich selbst spielen. Ist aber hin und wieder ganz lustig, was vor allem an dem bösen Humor von Christian Ulmen liegt. Der hatte ja schon damals mit "Mein neuer Freund" paar geile Sachen geliefert.
      Vom Rest der Serien hier hab ich nie was gehört, hören sich für mich aber wie so Rentnerserien an, für Leute die nicht wissen wie man anständige Serien online findet^^

      Adler fliegen vielleicht hoch, aber Wiesel werden nicht in Düsentriebwerke eingesogen!
    • Ich schaue auch wirklich gerne deutsche Filme und Serien, weil die häufig halt noch eher meinen Humor treffen als diese klassischen Sitcoms auf Pro7/Netflix. Kennt jemand "Der Tatortreiniger"? Die Serie finde ich auch richtig gut und extrem witzig. Da geht es um einen Mann, der eben beruflich zu verschiedenen Orten fährt, um dort nach (meistens) Gewalttaten sauber zu machen und dort lernt er immer merkwürdige Leute kennen, die mit ihm die abstrusesten Dialoge führen. Großartig war die Folge, in der ein Eisdielenbesitzer stirbt und dann so ein kindlicher zwanghafter Mann kommt und sagt, dass er jedes mal dort einen Pfirsichbecher isst und jetzt darauf besteht, auch einen zu bekommen. Als der Schotty sich dann ausversehen in der Kühlkammer einsperrt, macht er ihm dann nicht die Tür auf, weil er dazu ja nicht "befugt" ist. Oder einmal ist er bei so einem Prepper-Typen, der ihm die ganze Zeit erzählt, dass bald die große Katastrophe kommt, "damit muss man rechnen". Oder bei so einem mit zwanghaftem Putzfimmel, der ihn ruft, weil ein Mann seine Kommode angefasst hat und in seine Wohnung gehustet hat, bevor er gestorben ist. Und dann macht er halt jedes Mal an diesen Tatorten sauber und diskutiert nebenbei mit diesen verschiedenen Leuten, die er da so kennenlernt.

      Ich schaue auch generell ganz gerne deutsche Filme, kann mich in die deutschen Sachen natürlich besser hineinversetzen, dann macht es mir auch mehr Spaß, zuzusehen. Männerherzen ist einer meiner Favoriten, den habe ich schon mindestens 15 Mal gesehen. Oder die letzten mit Florian David Fitz und Matthias Schweighöfer ("Der geilste Tag" fand ich sehr gut) haben mir auch sehr gut gefallen, sind auch in meinen Augen sehr sympathisch. Das finde ich, macht auch allgemein die deutsche "Film-Szene" aus. Ich folge vielen bekannteren Schauspielern auch auf Social-Media-Kanälen und die meisten wirken sehr bodenständig. Finde auch schön, dass sie dadurch, dass es nicht so extrem viele gibt, häufig zusammenarbeiten, dann habe ich direkt mehrere meiner Lieblingsdarsteller in einem Film.

      Im Fernsehen schaue ich höchstens Mal den Münsteraner Tatort, da ich auch ein großer Fan von Jan Josef Liefers bin, den ich sehr bewundere, oder manchmal den aus Dortmund, eben, weil ich hier wohne.

      Abgesehen davon läuft natürlich viel Mist und Serien für Rentner, aber das gehört halt so zum Nachmittagsprogramm dazu mittlerweile. Meine Mutter schaut gern "In aller Freundschaft", ist halt eine Art Greys Anatomy mit weniger schlimmen Katastrophen und ohne Sex-Szenen, kann man schon mal mitsehen :D

      Von diesen ganzen Telenovelas habe ich bisher allerdings noch nie eine verfolgt, aber ich glaube, die sind mittlerweile auch nicht mehr so im Gespräch.

      Ich denke, man kann sich die Sachen, wie alles im Leben, mal vorurteilsfrei anschauen und dann entscheiden, jedenfalls sind meiner Meinung nach die Kinokomödien mit Matthias oder Elyas oft noch weniger abgegriffen und irgendwie "liebevoller" gemacht als die Sachen aus den USA, die ich sonst so sehe.
    • Sachen mit Schweighöfer und Elyas M'barek sind dann ja auch schon meist Kinoproduktionen mit etwas mehr Budget, die kann man je nach Geschmack mal gucken, wenn man drauf steht. Genau wie so Sachen wie Lammbock/Lommbock mit Moritz Bleibtreu oder die ganzen Sauffilme von damals ala Ballermann 6 und so, die man sich reinzieht wenn man sich einen durchzieht oder beim saufen.

      Aber diese ganzen ARD/RTL Low Budget Produktionen und Konsorten sind eh meistens billige Kopien von englischen oder amerikanischen Serien und haben auch meist eher älteres Zielpublikum. Damit meine ich so Ü40/Ü50.

      Real Comedy wie Pastewka oder Jerks kann man sich auch geben, die leben aber auch nur von den Witzen von Pastewka/Ulmen selbst, die Qualität der Serie sonst bleibt überschaubar ^^

      Adler fliegen vielleicht hoch, aber Wiesel werden nicht in Düsentriebwerke eingesogen!
    • Ich denke nicht, dass sich das rein an älteres Publikum richtet. Gerade RTL-Kram nicht. Ist aber schon eher so gemacht, dass es "ungebildetere" anspricht (was nich heißen muss das man es nur gucken kann, wenn man zu dieser Gruppe Menschen gehört, aber es zieht halt viele an). ARD haben schon so ein bisschen das "gehobenere" - und das lockt halt den actiongeilen Teenie nich - das stimmt schon. das richtet sich eher an Ältere.

      Die haben durchaus alle halbe Jahr mal was brauchbares dabei, die Öffentlich-Rechtlichen. Aber ist halt kein "Popcorn-Kino" für Junge.

      RTL ist schon "Fließband" - das stimmt. Aber da kommts halt auf den Geschmack an. Ist jetzt nich so, dass US-Kram nich auch Fließband wäre. Ist halt anderer "Stil" (weil anderes Setting und Kultur in den USA, die sich darin auch widerspiegelt) und jeder mag da was anders.

      jerks und das mit dem Tatortreiniger kannte ich nich - auch nich vom Namen. Ulmen sagt mir aber was. Da gabs mal "Unter Ulmen" oder so ... ganz früher auf einem der Musiksender - als ich in meiner Jugend noch TV guckte.


      jerks sagte mir aber der Darsteller - habs mal gegooglet - was. Musste sofort an Stromberg denken, wo der auch dabei war. Stromberg ist ja auch schon älter. Und orientierte sich an ner US-Serie von ähmlichem Format (The Office oder so ähnlich). Kannte die US-Serie nich ... nur Stromberg, als es jemand empfahl. Hab glaub auch nich alles gesehen (1 Film gabs glaub und letzte Staffel ... was ich nich gesehen hab, davor aber alles).

      War schon rein auf Humor getrimmt. Glaub auch kürzer (20-30 Minuten je Episode). Guck ich sonst ja seltener. Bei Realfernsehserien ja lieber die mit 40+ je Episode und nich reine Comedy (auch wenn viele davon auch viel Comedy drin haben). Aber Stromberg kam schon gut an damals, glaub ich - da war der Humor auch extrem passend und man hatte dauernd gute Lacher, weil die Hauptperson auch gut war - und der Darsteller der die Person spielte. "Läuft" - sag ich da nur. :D
    • Tatortreiniger ist wirklich gut. Sah nur die ersten beiden Staffeln, sber die waren ausgezeichnet.

      Ansonsten kann ich mit deutschen Filmen/Serien/Schauspielern herzlich wenig anfangen. Münstertatort sehe ich ab und an, auf den letzten hatte ich irgendwie aber auch keine Lust. Bei Filmen sieht es auch eher schlecht aus. Das Leben der Anderen finde ich super, irgendwann sah ich Victoria, der war ok. Fitzcarraldo fand ich auch ok, kuhl übrigens, dass man den findet, indem man Dschungel Schiff Film googelt. Nosferatu und Metropolis sind zwar steinalt, aber mir weitaus lieber als das heutige Zeug. Mit Mbarek oder Til Schweiger oder wie auch immer das ganze Komödienzeug heißt kann ich wirklich rein gar nichts anfangen. Auch so dröge Filme wie Das Boot kann ich nicht ab, Der Himmel über Berlin war so unerträglich, dass mich nicht einmal Peter Falk davon abhalten konnte, zur Hälfte einfach heimzugehen.
    • Na ja ... Lindenstraße ist wohl tatsächlich auch mal was, wo selbst ich sagen würde, dass es für alte Leute is. Die paar Leute die ich persönlich kenn wo ich wusste, dass die das gucken oder mal guckten ... sind heut mindestens über 50-60. :D

      Dieser Bambi-Preis wurde wohl auch heut verliehen. Bad Banks (dazu sagte ich ja hier schon was) und Babylon Berlin mit nominiert gewesen, für beste Serie oder so - hab es nur grad irgendwo gelesen, dass dieses Babylon Berlin gewonnen hat. Aber so Preis-Verleihungen interessieren mich eh nie. (Auch bei amerikanischen Serien nich.) Sagen nicht wirklich was aus.


      Babylon Berlin allerdings ... ich hab ein bisschen spät mitbekommen, dass das bei den Öffentlich-Rechtlichen lief. War wohl nur kurz in der Mediathek - wegen rechtlichen Belangen, die es nich länger erlaubten. Wohl ne co-finanziert von ARD und Sky (die wollen vermutlich nich dass es lang in den Mediatheken ist, damit sie auch noch Geld dran machen), wobei ARD glaub viel mehr zahlte.

      Habs mir inoffiziell irgendwo geladen. Und von der ersten Staffel (2 Staffeln zu je 8 Episoden, insgesamt also 16 - je 45 Minuten; im TV wohl zu 90 Minuten in Doppelfolgen gezeigt) mal reingeguckt ... aber wirklich zäh. Ich find die Serie fast schon langweilig. Zwar Musik, Optik - schön. Nett gemacht die Szenen von 1930 rum. (Wobei wohl nich alles historisch korrekt sein soll - mir aber egal.) Nur find ich die Chars langweilig. Und die Handlung auch. Bzw. es ist wenig spannen erzählt/inszeniert. Ich will kaum weitergucken und muss mich zwingen innerhalb ner Episode. Für die ersten 5 brauchte ich auch ewig und seit paar Tagen schon nich mehr weitergeguckt. Mal sehn ob ich da noch durchkomme.

      Definitiv überbewertet - nur weil viel Geld reingepumpt wurde. Auf diversen Seiten (wenn denn mal wer überhaupt das guckt - man muss ja suchen nach Leuten die dt. Kram gucken) wird da echt übertrieben und overhypt. Leute die es dann nich mögen gelten natürlich als zu doof und verstehen angeblich nich alles. Typisch Internet.
    • Auf ARD läuft ja "Eden" - als Film-Zweiteiler. Ich werde wohl mal in die Serien-Version dieser deutsch-französischen Produktion reingucken, die wohl bei ARTE lief oder läuft. In der Mediathek noch bis 31.05.19 (Folge 1, die späteren sind wohl noch etwas länger) hier:
      arte.tv/de/videos/RC-014252/eden/
      An einem griechischen Touristenstrand erreicht ein Flüchtlingsboot den Sehnsuchtsort Europa. Das Ereignis wird zum Knotenpunkt für Geschichten in verschiedenen Ecken des Kontinents. So beschäftigt sich "Eden" aus unterschiedlichen Perspektiven mit der Flüchtlingsthematik, zeigt dabei Einzelschicksale wie gesellschaftliche Reaktionen und wirft einen Blick hinter die Kulissen europäischer Flüchtlingspolitik. Die Serie von Dominik Moll gibt einem brisanten Thema ein Gesicht und macht es somit greifbarer.

      Babylon Berlin (siehe mein voriger Post) fand ich dann später doch noch ganz nett - dennoch überbewertet. Schon zu lang her wieder um viel drüber schreiben zu können.
      Von Charité die Staffel 2 war aber witzig. Fand ich besser als Vorstaffel. Kannte den Namen Sauerbruch, wusste aber vorher nich mal, dass das ein Arzt war, bis ich hier die Serie guckte, diese Staffel. Der war ja echt genial dargestellt. Wie der alles und jeden duzte - selbst dic hochrangigen Nazis. :D Der hatte Eier. Echt sympathisch rübergebracht.

      Bei RTL gehts auch weiter. Einige der Serien, die ich hier besprach, wurden abgesetzt. Bei Lifelines war es zu erwarten. Bei Beck is Back erst nach der zweiten Staffel. Wobei mir diese besser gefiel. Was irgendwie abfuckt (aber auch bei amerikanischen Produktionen mal so): Wenn die Serien nich bis zu nem Ende konzipiert sind und immer nur staffelweise. Da hängt dann irgendwo ein Handlungsstrang, der eigentlich später hätte weitergehen müssen. Nervig, wenns einfach aufhört.

      Der falsche Pfarrer (Sankt Maik) geht weiter. Gespannt ob die Staffel auch unpassend endet (wo man eigentlich Fortsetzung bringen müsst wegen offenen Plot-Stellen) und dann abgesetzt.

      Mutig ist man mit den Nachtschwestern. Las sich in der Beschreibung wie die typische Frauenserie: Krankenschwester kommt nach 16 Jahren zurück ans Krankenhaus, in dem sie Ausbildung machte. Trifft auf die Chefschwester der Notaufnahme, wo sie anfangen soll. Der hat sie 16 Jahre zuvor den Mann ausgespannt und sie trägt es ihr noch immer nach. Beef vorprogrammiert. Wollt erst gar nich reingucken. Aber habe dann doch. Gar nich sooo schlecht. Positiv gegenüber Lifelines: Man ist tatsächlich fast nur im Krankenhaus. Nich soooo viel Privatkram außerhalb und der Streit zwischen den beiden Hauptcharakterinnen ist nich zuuu übertrieben und oft gezeigt. Kommt aber wohl nich gut an - vermutlich schreckte viele die Beschreibung ab. Und dass man ständig damit rechnen muss, dass mitten in nem (Neben-)Plot abgesetzt wird mindert auch die Motivation sicher bei vielen.
    • Dark - erste Staffel

      Verläuft für meinen Geschmack tatsächlich ein bisschen zu dark. Kein Wunder das Amerikaner uns immer noch für spießige Psychopathen halten, wenn sich 95% der Besetzung tatsächlich als spießige Psychopathen entpuppen. Zumindest den einen oder anderen lockeren Moment und zurechnungsfähigen Charakter wäre für eine wohltuende Abwechslung nicht schlecht gewesen. Allerdings hatte ich mir zuletzt auch 12 Monkeys angeschaut und beim direkten Vergleich lässt sich doch feststellen, dass Dark mehr überzeugt. Die Beziehung der Charaktere untereinander ist spannender, sowieso über mehrere Zeitebenen hinweg, sauber ausgearbeitet und selbst gefallen sie mir trotz ihres Verhaltens auch besser. Darüber hinaus ist bislang behutsamer mit dem Thema Zeitreisen umgegangen worden, während man sich bei 12 M spätestens ab der dritten Staffel mit den Zeitmaschinen-Westen völlig verrannte, zuvor das Thema aber schon arg locker nahm. Sehr schön finde ich ansonsten noch den Stil der Serie, da sich alles immer wieder an denselben Handlungsorten abspielt, werden durch die verschiedenen Ebenen auch entsprechende Veränderungen besonders hervorgehoben: Baustelle -> AKW -> gesprengtes AKW(?). Die erste Staffel endete nun mit einem bösen Cliffhanger, wobei sich durch die Zukunftstechnologie (Taschenlampe) zumindest grob erahnen lies, dass der Fremde dort früher wie später einmal landen muss.

      An der Musik gibt es nichts zu klagen, auch wenn die einzelnen Stücke manchmal deplatziert eingespielt werden, unterstreichen sie die Stimmung passend. Allerdings wurde dann mit der Narration und Aufmachung übertrieben, beides wirkte doch in vielen Szenen zu offensichtlich. Im großen wie ganzen freue ich mich jedenfalls auf die zweite bzw. noch letzte Staffel der Trilogie, welche es leider erst im Sommer zu sehen gibt.
    • Ich bin ja sonst nich so derjenige der viel raus geht und auf Veranstaltungen. Aber mal die Luca-App testen (für Kontaktdaten anzugeben) ... und den Impfschutz überhaupt "nutzen" - wollte ich dann doch mal. Wohne ja hier in der Nähe von Ludwigshafen am Rhein, da ist das "Festival das dt. Films" (wohl Filme die später normal im Kino kommen oder auch im TV nur) und ich werde mir mal da 1 Film ansehen.

      Krasse Regelungen - Veranstaltungsort ist in mehrere Untergebiete aufgeteilt, wo je der Zutritt kontrolliert wird. Und 2G (d. h. keine Tests sondern Impfung oder Genesenheitsnachweis sind Pflicht).

      Herausgesucht hab ich mir den Film: rheinpfalz.de/lokal/ludwigshaf…e-saat-_arid,5245028.html

      So über die Arbeitswelt und Soziales. (Tochter der Familie mit irgendwelchen Neureichen in Kontakt und da Probleme dann.)


      Am 17.09. nachmittags - mal sehen ob ich drandenke und hier dann noch darüber berichte. Kosten tut der Spass mich 12 Euro (für nur ein "Zeltkino" aber sicher dann auch auf dem Festival ohne Werbung wie in klassischen Kinos). Mal gucken ... vielleicht gewöhn ich mir an da regelmässig hinzugehen ab und zu mal ... ist ja nur 1x im Jahr und wenn man sowas in der Nähe hat und sonst Richtung "Kultur" keine Angebote wahrnimmt ...

      Edit: Ist zwar "Fernsehen" der Thread ... aber ich glaube die meisten Filme sind auch eher Fernsehfilmniveau und kommen dann später irgendwo mal im öffentlich-rechtlichen Rundfunk ... denk ich mal.
    • Nach Hexenschuss (Montag bis Mittwoch schon so komisch leicht gewesen und statt sich zu besser Donnerstag richtig rein, dass ich Freitag früh beim Arzt war und Spritze und Schmerzmittel - jetzt schon fast wiedre weg lol) dann zum Festival geschafft - zu dem Film , den ich mir raussuchte. Bin danach auch direkt wieder raus. Atmosphäre war cool. Wegen Corona wohl auch weniger los (hab aber dazu keinen Vergleich, war ja erstmalig dort). Essenszelte schön aufgebaut und 2 Freiluftkinos und 2 Zeltkinos. (Freiluft würd ich nich. Trag ungern Regenklamotten und Schirm weil Blick versperrt doof. Man sollte für Notfall Regenschutz dabei haben.)

      Zeltkino hatte wohl gut Lüftung. Toiletten gab es auch kostenlos. :D Am Einlass kurz mit Luca (Kontaktdaten) eingecheckt - hat keiner so genau kontrolliert, man musste nen Code scannen. Dann Impfnachweis in der App vorgezeigt und die haben auch nich soo genau das angeguckt bzw. gescannt - hätte man gefälschten Code haben können. Nur mit Perso den Namen verglichen und Armbändchen bekommen dass man rein durfte und frei drin rumlaufn. Hatte Maske bis zum Platz an, wobei Maskenpflicht und Abstandsgebot wohl aufgehoben galten. Weil 2G-Regelung. Komischerweise trotzdem nur jeder 2. Platz verkauft worden im Kino um da Abstand zu haben.

      Da wurde auch kurz der Code vom Ticket gescannt. Fragebogen (zur Bewertung vom Film und allgemein zum Festival) bekommen - hab ich aber nich ausgefüllt, keinen Stift gehabt und nich fragen wollen. Werbung natürlich nich. Dafür auch halt 12 Euro das Ticket.

      Ein bisschen doof organisiert waren wohl die "Filmgespräche" und wann da dann Schauspieler vor Ort waren (aber eh keine die ich kannte/mochte bzw. nich so viel). Da konnt ich nie was finden online. Nur den Spielplan von den Filmen und der Rest immr nur am selben Tag oder so mal auf der Website. Muss ich mal Feedback schreiben. Nächstes Jahr eventuell nochmal hingehen und mehr gucken wenn Zeit/Geld es zulässt.


      Gesehen beim 17. Festival des deutschen Films, 2021 - am 17.09.21 um 16:30 im Zeltkino A.

      Die Saat (Film)
      Der Film hat mich relativ gut unterhalten. Jedoch fehlte auch irgendwas. Hätte mir mehr Fokus auf einer bestimmten Richtung - und da mehr Plot und Ausarbeitung der Charakter gewünscht. Es geht um einen Fliesenleger, der sich zum Bauleiter in seiner Baufirma hocharbeitete. Dort schon den Vorgänger/Vater des jetzigen Inhabes dieses familiengeführten Unternehmens kennt.

      Aus der alten Wohnung rausgemusst und in ein Haus (Raten abzuzahlen) umgezogen - mit neureichen Nachbaren nebenan - gefällt es der Tochter im andern Ort (kleiner Ort, vorher Stadt) ... viel weniger. Die Frau ist schwanger und kann nicht bzw. nicht so viel arbeiten. Plötzlich steht da der Chef mit nem neuen Bauleiter - mit mehr Erfahrung, etc. - vor der Tür. Den angeblich die Investoren unbedingt wollten. Und das Unheil nimmt seinen Lauf.

      Die "Saat" ist gesät. Enden tut das ganze eher offen ... wenn auch irgendwie abgeschlossen - man hätte gern gesehen, wie es da weitergeht noch. Die Wut staut sich beim Hauptcharakter. Aber auch die andern Charaktere haben so ihre Probleme. Alles gut ausgearbeitet. Ich konnte keine wirklichen "Schuldigen" ausmachen. Außer vielleicht diese neureichen Nachbarn die komisch wirkten. Wo die Tochter auch mit deren Tochter Probleme hatte.

      Ganz normale Leute ... die unter Druck stehen. Das negativ an andere weitergeben ... wodurch sich dann da ... eben beim Hauptcharaktere ... viel auflädt an Wut.
      Mehr Fokus hätte ich hier lieber direkt auf dieser Story gehabt. Die Tochter und Frau nur mal angeschnitten kurz. Bei der Frau war das auch so. Aber die Tochter hatte ja so ne eigene Nebenstory - wobei die Story hier eher mager war generell ... mehr Fokus auf den Charakteren. Da hätte man aber imo mehr rausholen können, wenn man sich noch stärker auf das berufliche des Hauptcharakters hätte konzentriert. Wie er da kollegial eingebunden war bei den andern einfachen Mitarbeitern - die dann den neuen Bauleiter später fürchteten - das war schon nett.
      Wertung: 3,5 von 5 - in Kinoatmosphäre 4 von 5 ... Sternen. Ich sag mal ... ab 4 würd ich gucken. Hätte ich ihn nur im TV gesehen, hätte ich es etwas bereut. Hier aufm Festival in Kinoatmosphäre (dank Corona recht leer) ... kam der Sound auch gut rüber. Hat ausreichend unterhalten.
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